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Bob-WM 2020

Altenberger rast im Zweierbob zum Titel 

Pilot Richard Oelsner gewinnt auf seiner Heimbahn. Die Show stiehlt ihm trotzdem der Olympiasieger.

Die Kufen sind für einen Bob-Piloten wie Richard Oelsner heilig. Bei der deutschen Meisterschaft in Altenberg laufen sie bestens.
Die Kufen sind für einen Bob-Piloten wie Richard Oelsner heilig. Bei der deutschen Meisterschaft in Altenberg laufen sie bestens. © .Foto: Egbert Kamprath

Er nutzte die Gunst der Stunde. In Abwesenheit der Top-Favoriten holte sich der Altenberger Richard Oelsner mit seinem Anschieber Issam Ammour den deutschen Meistertitel im Zweierbob und darf sich nun Hoffnungen auf einen Einsatz im Weltcup machen.

Doppel-Olympiasieger und Weltmeister Friedrich stahl ihm dennoch die Show. Auf seiner Heimbahn fuhr der Pirnaer mit Alexander Schüller im Spurbob in 54,46 Sekunden die schnellste Zeit, die jemals im Kohlgrund für Zweierbobs gemessen wurde. Anerkennung fand der Bahnrekord nicht, da Frierdrich offiziell nicht gemeldet war. Der Weltmeister und Olympiasieger ist wie Mariama Jamanka für den am 7./8. Dezember in Lake Placid startenden Weltcup bereits gesetzt. Der Olympia-Zweite Nico Walther aus Oberbärenburg fehlte verletzungsbedingt nach einem Trainingssturz.

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So siegte Oelsner vor den Teams Christoph Hafer/Christian Hammers (Bad Feilnbach) und Johannes Lochner/Christian Rapp (Stuttgart). Im Vierer kam der 24-jährige Oelsner am Sonntag auf Platz zwei hinter Hafer, der bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt erstmals die Konkurrenz im großen Schlitten für sich entschied. Dritter wurde Ex-Weltmeister Lochner.

Bei den Frauen gewann die Winterbergerin Laura Nolte mit Deborah Levi souverän vor Junioren-Weltmeisterin Kim Kalicki, die seit 2018 in Altenberg trainiert. Dritte wurde auf ihrer Heimbahn Stephanie Schneider, die mit Ann-Christin Strack fuhr.

Die Meisterschaft in Altenberg, wo Mitte Februar auch die WM stattfindet, dient gemeinsam mit einem Wettbewerb am nächsten Wochenende am Königssee als Selektionsrennen für den Weltcup.  Gerade für Lochner könnte es eng werden. „Er muss am Königssee zeigen, dass er stark ist und die Jungen im Griff hat“, so Bundestrainer René Spies: „Da kommt eine schwierige Nominierung auf uns zu.“