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Bautzen

Alternativen zum Osterreiten gesucht

Der Domowina-Vorsitzende zeigt Verständnis für die Absage und hofft, dass die Botschaft trotzdem spürbar wird . Auch er hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Dieses Bild wird es in diesem Jahr nicht geben: Wegen der Corona-Pandemie ist das Osterreiten untersagt.
Dieses Bild wird es in diesem Jahr nicht geben: Wegen der Corona-Pandemie ist das Osterreiten untersagt. © Steffen Unger

Bautzen.  Enttäuscht und dennoch verständnisvoll hat Domowina-Vorsitzender David Statnik auf die Absage des Osterreitens wegen der Corona-Pandemie reagiert.  „Ich bin sehr traurig, wenn ich daran denke, dass uns der gewohnte Anblick der Osterreiter dieses Jahr fehlen könnte. Bisher war das für mich – wie für viele Menschen – unvorstellbar. Weder Krieg noch Diktaturen vermochten diesen Ausdruck unseres Glaubensbekenntnisses zu verhindern. Haben wir uns nun dem Coronavirus zu fügen?"

Statnik ist aber nicht nur durch die Absage des Osterreitens und aller anderen Veranstaltungen sowie die massiven weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen. Wie er mitteilt,  wurde er positiv auf Corona getestet, deshalb befinde er sich zu Hause in Isolation. "Ohne vollständige Heilung wäre ich als Osterreiter für meine Familie, die Gemeinde, die anderen Osterreiter, Freunde und Zuschauer eine Gefahr, zumal Ostern nicht auf dem Pferd, sondern in der Kirche beginnt."

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Auch deshalb wirbt er um Verständnis für die Absage der Tradition. "Bei uns im Sorbenland und woanders auf der Welt gibt es viele kostbare Riten und Brauchtümer; würde nun überall in der Zeit der Pandemie darauf bestanden, dass es dafür jeweils Ausnahmeregelungen geben muss, damit sie in gewohnter Weise praktiziert werden können, würde das in der gegenwärtigen Situation fatale Folgen haben."

Kreative Ideen entwickeln

Schließlich wisse niemand, wie viele Menschen sich bereits angesteckt haben, ohne dass sie es wissen. Für ihn persönlich bedeute Corona - "Gott sei Dank" - nur eine Erkältung; für viele andere, besonders ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen könne es aber tödlich sein.

Auch die Sorben hätten in den letzten Wochen gezeigt, dass man diese Krise mit kreativen Ideen meistern könne, zum Beispiel mit Gottesdiensten über Livestream und Radio, mit gemeinsamem Beten auf der Basis digitaler Technik, mit Chorproben übers Internet und vielem anderen mehr. "Wie viele wünsche auch ich mir, dass die Botschaft der Osterreiter von der Auferstehung Jesu Christi auch in diesem Jahr öffentlich lebendig ist. Und deshalb hoffe ich, dass es uns gelingt, unter diesen Bedingungen eine Botschaft des Glaubens in die Öffentlichkeit zu tragen – auf welche Weise in den sorbischen Regionen auch immer."

Er wünsche den Kantoren und Verantwortlichen eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen und "uns allen die Vernunft, dass wir ihre Beschlüsse annehmen und uns daran halten. Ostern möge auch in diesem Jahr für alle ein Fest des Lebens sein – zur Ehre Gottes und zum Wohl auch des sorbischen Volkes.” (SZ)

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