Merken

Altverfahren werden nur langsam weniger

Nürnberg. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will die Zahl der alten Asylverfahren in diesem Jahr deutlich reduzieren. „Wir wollen bis zum Jahresende so viele Altverfahren wie möglich abbauen“, sagt der Chef der Nürnberger Behörde, Manfred Schmidt.

Teilen
Folgen

Nürnberg. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will die Zahl der alten Asylverfahren in diesem Jahr deutlich reduzieren. „Wir wollen bis zum Jahresende so viele Altverfahren wie möglich abbauen“, sagt der Chef der Nürnberger Behörde, Manfred Schmidt. „Bei unserer Priorisierung steht nicht nur die Bearbeitung von Anträgen aus Syrien, dem Irak, vom Westbalkan und aus dem Kosovo im Fokus, sondern auch die Altverfahren.“

Beim Bundesamt liegen derzeit rund 190 000 noch nicht entschiedene Asylanträge. Etwa 35 000 stammen aus dem Jahr 2013. „53 Prozent der im Moment anhängigen Verfahren sind jünger als sechs Monate“, sagt Schmidt. Im vergangenen Jahr hatte die Behörde 300 neue Stellen bekommen. In diesem Jahr sind es nochmals 350 Posten – davon sind bisher rund 230 besetzt. Viele der neuen Stellen entstehen an den geplanten 20 neuen Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder. Damit wird das Bundesamt dann 46 Dienststellen haben.

In diesem Jahr rechnet die Nürnberger Behörde mit rund 300 000 neuen Asylanträgen. (dpa)