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Am Ende... gut

Das Hoyerswerdaer Bestattungshaus Thomas Konieczny blickt auf knapp 30-jähriges Bestehen zurück.

Mitfühlende Begleitung und kompetente Beratung im modernen Showroom.
Mitfühlende Begleitung und kompetente Beratung im modernen Showroom. © PR: Bestattungshaus Konieczny GmbH

Einen lieben Menschen zu verlieren ist wohl eine der erschütterndsten Erfahrungen, die einen im Leben betreffen können. Über- beziehungsweise untertroffen wird diese niederschmetternde Situation nur noch, wenn der letzte Weg des Verlorenen nicht mit der Würde gestaltet wird, die einem arbeitsreichen und aufopferungsvollen Leben angemessen ist.

Eine Entscheidung fürs Leben

Genau das widerfuhr dem Hoyerswerdaer Thomas Konieczny, als 1990 sein Schwiegervater verstarb. Und das Erlebte war Ausgangspunkt einer Entscheidung fürs Leben: „Der Umgang des „Bestattungsunternehmens“ mit der Situation, die Respektlosigkeit, die völlig missgehende „Beratung“ der Hinterbliebenen, die absolut nicht gewährte mentale Unterstützung für die Angehörigen in dieser Ausnahme-Lage – es war schlichtweg eine Katastrophe. Das war für mich der Punkt, an dem ich beschloss, Bestatter zu werden – auf dass hier nie wieder jemand in seinen schwersten Stunden in ähnliche, geradezu traumatische Stunden und Tage geraten müsste.“

Vom schwierigen Beginn

Die (um das so nüchtern und kalt zu sagen) geschäftlichen Aussichten nach der Wende schienen für ein solches Vorhaben gut zu sein – war doch unternehmerische Initiative nun auf jedem Feld gefragt; auch auf dem der Bestattungskultur. Ehefrau Katharina unterstützte (und unterstützt!) aktiv das Wollen und Tun von Thomas Konieczny. Aber ganz so einfach war es denn doch wieder nicht. Gewerbe-Anmeldung? Kein Problem. Hingegen ein entsprechendes Gebäude oder auch nur Grundstück zu finden? Das war schon weit schwieriger. In Hoyerswerda geradezu eine Unmöglichkeit. „Jeder wollte sich nun eine „goldene Nase“ an seinem Land verdienen; da war kaum etwas auf dem Markt, die Preise waren exorbitant.“ Hilfe schien ein Schulkamerad zu bieten, der über Gebäude und Grundstück verfügte, „doch meine Schwiegermutter hat mich eindringlich vor ihm gewarnt – und wie sich später zeigen sollte, war das gut so.“

Die Lösung über Nacht

Stattdessen, Thomas Konieczny eignet sich derweil betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu Bilanz, Soll und Haben an, tut sich eine andere Lösung auf: Ein Makler offeriert nicht nur ein Grundstück, sondern knüpft auch den Kontakt zu einer Bank, und tags darauf hat Thomas Konieczny einen entsprechenden Kredit bei einem Institut in Kamenz erhalten, das besagte Grundstück erworben. Konieczny, gerade mal 24 Jahre alt, beginnt mit der Urbarmachung des brachen Stückes Land: Urbarmachung, Bäume-Fällen, Büro-Bau ... Der Geschäftsbeginn am 2. Oktober 1991 wird mit Freunden gefeiert – mit einem schwarzhumorigen Scherz als ganz spezieller Wirtschaftsförderung:

„Jetzt muss jeder sterben, den ich kenne...“ Aber alle sind ja noch im blühenden Alter; es ist dies also eine Angelegenheit in der fernsten Zukunft.

... sonst folgt die Zwangsräumung

Doch vorerst gibt es zwei Ereignisse, die das neu gegründete Unternehmen gefährden: Dass sich ein Bestatterfahrzeug mit einem Strommasten trifft und Totalschaden erleidet, ist noch verschmerzbar. Schwerer hingegen wiegt eine „Unterlassungsaufforderung“ des städtischen Bauamtes, die eines Tages im Briefkasten liegt. Konieczny beauftragt einen Anwalt, sich der Sache anzunehmen. Das zieht sich über zwei Jahre. Derweil entwickelt sich das Geschäft – langsam, aber solide. Ein nächster

Rückschlag: Das Klinikum kündigt den Vertrag über die Kühlzellennutzung.

Konieczny seufzt, nimmt einen neuen Bankkredit auf und baut eine eigene Lösung. Da hinein grätscht die Entscheidung des Gerichts: Die Klage gegen die Unterlassungsaufforderung wird abgewiesen; der Umzug des Unternehmens (wohin auch immer) hat innerhalb der nächsten vier Wochen zu erfolgen, sonst wird die Zwangsräumung vollzogen. Das Groteske daran: Konieczny wird unterstellt, er betreibe ein Etablissement mit tschechischen Damen (was an der Stelle des Unternehmens nicht statthaft wäre); eine Lokalzeitung bekakelt, moralisch entrüstet, die „Eröffnung eines Puffs“; Schlagzeile übertrumpft Wahrheit. Tatsächlich bieten Liebesdienerinnen aus dem Nachbarland in der Nähe ihre Dienste an (pietätlos genug...) – aber mit dem Bestattungshaus Konieczny haben sie nichts, aber auch gar nichts zu schaffen.

Nun in einem Elfgeschosser

Konieczny wechselt also dennoch den Platz – in eine Ein-Raum-Wohnung eines Elfgeschossers an der Ferdinand-von-Schill-Straße 6. Ein Wanddurchbruch zur Nachbarwohnung wird auf eigene Kosten realisiert; so ist eine Ausstellung von Särgen und Urnen möglich. Der An- und Abtransport der Särge erfolgt über den Balkon (das mochte manchem, der dessen ansichtig wurde, Fragen aufgegeben haben...). Aber eine Sache auf Dauer war das nicht. 1998 wurde auf Anraten eines Freundes ein neuerlicher Umzug in Angriff genommen – diesmal in die Altstadt.

Flüchtige Episode Blumengeschäft

Und es wurde erwogen, was man noch geschäftlich tun könne. Die Idee: Ein Blumengeschäft! Es eröffnet (An der Taube) zum Muttertag 2000 und bringt neue Verpflichtungen: Jetzt heißt es mitunter schon um 3.30 Uhr aufstehen, um auf dem Großmarkt Ware einzukaufen. Doch: Dieser Versuch bleibt eine Episode. Statt wie geplant Nebeneinnahmen zu bringen, erweist sich das Geschäft als Verlustbringer. Es wird am 1. Mai 2006 geschlossen. Allerdings gelingt es, darauf ist Thomas Konieczny noch heute stolz, alle in seinem vormaligen Blumenladen beschäftigten Floristen anderwärts in Arbeit zu bringen.

Malheur mit den Fahrzeugen

Derweil tut sich auch im „Kerngeschäft“ einiges; durchaus nicht nur Erfreuliches: Ein zweiter Bestattungswagen, diesmal gesteuert vom Chef selbst, muss als Totalverlust abgeschrieben werden: „Ein Fahrzeug im Gegenverkehr geriet, querstehend, auf meine Seite.“ Da gibt es keine Chance. Wenigstens übersteht Konieczny dieses Abenteuer unverletzt. Und ihm wächst ein neues Betätigungsfeld zu: „Als eine Trauerrednerin kurzfristig absagte, musste ich einspringen.“ Es bleibt nicht bei der Vertretung – Thomas Konieczny wird dauerhaft derjenige, der auf Wunsch der Angehörigen nun die würdigen Worte für den Verstorbenen spricht.

Auch rein geschäftlich stehen wieder Veränderungen ins Haus: 2006 entsteht ein komplett neues Bestattungshaus an der Erich-Weinert-Straße 14. Es wird im Oktober desselben Jahres den Betrieb aufnehmen und ist auch heute noch, wenngleich in mehrfach veränderter Form, Hauptsitz des Unternehmens.

Ein echtes Familienunternehmen

Sohn Philipp steigt ins Geschäft ein, verlässt es aber 2015 – um 2017 als Trauerredner und Berater wieder zurückzukehren, nachdem das Haus Konieczny auf tragische Weise einen guten Freund und Mitarbeiter verloren hat. In der Zwischenzeit (2016) hat auch Tochter Anne Zugang zum Familien-Unternehmen gefunden. Schon fast kurios: Am 8. Januar geht ein dritter Transporter des Bestattungshauses Konieczny zur Bruch – mit Autos hat es hier, scheint’s, eine besondere Bewandtnis. Aber es gibt auch neues Werden: Zur selben Zeit wurde der nochmalige Neubau des Bestattungshauses beantragt: Die Pläne nehmen Gestalt an, und am 8. April 2017 wurde der Erweiterungsbau seiner Bestimmung übergeben – so, wie man das Ensemble an der neustädtischen Erich-Weinert-Straße 14 heute noch sieht.

Mittlerweile in drei Städten

Das Bestattungshaus Thomas Konieczny hat heute neben seinem Hoyerswerdaer Hauptsitz zwei Niederlassungen: in Lauta (seit 2002) und in Wittichenau (seit 2007). Die Philosophie ist an allen drei Stätten dieselbe geblieben wie 1990, als Thomas Konieczny sich entschloss, Bestatter zu werden: dem Leben einen würdigen Abschluss zu geben; Trost den Hinterbliebenen spenden: „Die Endlichkeit des Lebens ist schwer zu begreifen. Den Verstorbenen noch einmal zu sehen und in seiner Nähe zu sein hilft, zu verstehen. Nehmen Sie sich die Zeit hierfür. Der Moment des Abschieds ist unwiederbringlich. Viele Menschen bereuen es, diesen Moment verpasst zu haben.“ Das Angebot der Koniecznys: „Unser Haus ist ein offener Ort: offen für Ihre Fragen und Wünsche. Wir helfen und beraten. Wir unterstützen Sie und hören Ihnen zu, wenn „plötzlich alles anders ist...“ Einfacher gesagt: „Am Ende... gut“.

Das Team vom Bestattungshaus Konieczny berät sie gerne.
Das Team vom Bestattungshaus Konieczny berät sie gerne. © PR: Bestattungshaus Konieczny GmbH

Bestattungshaus Konieczny GmbH
Erich-Weinert-Str. 14a
02977 Hoyerswerda
www.bestattungshaus-konieczny.de