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Am Mühlgraben wird gebohrt

Nur ein Teil der geplanten Ufermauer kann neu gebaut werden. Einem der Partner sind die Baukosten zu hoch.

© André Braun

Von Jens Hoyer

Döbeln. Gleich an zwei Stellen im Stadtgebiet sind derzeit großer Bohrer an der Arbeit. Neben dem Ausbau der Flutmule hat nun auch der Neubau einer Stützwand am Mühlgraben begonnen. Mit dem Hochwasserschutz hat das allerdings nichts zu tun, sondern mit dem Hochwasser vom Juni 2013. Die Uferbefestigung gehört der Stadt und hatte vor vier Jahren deutliche Schäden erlitten. Jetzt wird sie auf rund 20 Meter Länge erneuert. Dazu wird eine Bohrpfahlwand in den Boden gebracht und mit Naturstein verkleidet.

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Ein Stück der maroden Mauer bleibt aber im baufälligen Zustand. Für dieses ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) zuständig, die laut den Planungen für den Hochwasserschutz dort eine Absperreinrichtung für den Mühlgraben installieren will. Eigentlich sollten die Arbeiten in einem Zuge auf der gesamten Länge erfolgen. Aber die LTV hatte sich aus dem Vorhaben zurückgezogen. Der bei der Ausschreibung erzielte Preis sei unwirtschaftlich, so die Begründung der Landesbehörde (DA berichtete).

Die LTV sollte rund 290 000 Euro der Gesamtkosten von 623 000 Euro übernehmen. Der Stadtrat hat jetzt der Auflösung der Vereinbarung mit der Landesbehörde zugestimmt. Die Firma Baulogistik Döbeln wird nun das Stück „Stadtmauer“ für rund 350 000 Euro bauen. Mit den anteiligen Planungsleistungen kostet der Mauerabschnitt sogar rund 390 000 Euro. Ursprünglich war die Stadt von Kosten in Höhe von 181 000 Euro ausgegangen. Nach der Ausschreibung des Auftrags und dem Rückzug der LTV sind demnach Mehrkosten gegenüber dieser ersten Schätzung in Höhe von 208 000 Euro entstanden. Wie Bauamtsleiter Erik Brendler sagte, hat die Stadt die zusätzlichen Fördermittel für das Bauvorhaben genehmigt bekommen. Es wird aus dem Fonds zur Hochwasserschadensbeseitigung finanziert.