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1 000 neue Wohnungen am Postplatz

© Sven Ellger

Für das Projekt Merkur wurde gestern der Grundstein gelegt. Es ist zugleich der Beginn für ein völlig neues Stadtquartier.

Merkur – diesen Namen haben die Bauherren in Anlehnung der einstigen Stadtmauerbastion gewählt. „Mehr als hundert Jahre hatte sie Bestand. Das wünschen wir uns auch von unserem Gebäude“, sagte Berndt Dietze. Der Dresdner Baywobau-Chef hatte gestern gemeinsam mit Jiri Muska von der tschechischen CTR-Gruppe zur Grundsteinlegung eingeladen. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg stand an dieser Stelle die 1851 errichtete königlich-technische Bildungseinrichtung, ein Vorläufer der Technischen Universität Dresden. Später wurde das Gebäude als Gewerbeschule und als Verwaltungsgericht genutzt.

Jiri Muska (l.) und Berndt Dietze, die Chefs des Investorenteams Baywobau/CTR, füllten gestern die Kassette für den Grundstein. © Sven Ellger

Der Neubau soll noch vor dem Wintereinbruch im Rohbau fertig werden. Erdgeschoss und erste Etage sind errichtet. „Damit wird es höchste Zeit für den Grundstein“, erklärte Jiri Muska. Er füllte die Kupferkapsel mit Tageszeitungen, deutschen und tschechischen Münzen sowie Bauplänen. Spätere Generationen könnten so ein Stück Geschichte erfahren. „Es ist auch ein Beispiel dafür, dass Europa zusammenwächst“, sagte Muska. Merkur wird von der tschechischen Firma PSJ-Bau errichtet. Bei anderen Projekten der CTR in der Slowakei seien wiederum Baufirmen aus Stuttgart beteiligt, erklärt er..

Im Neubau entstehen 62 Wohnungen. Diese wurden von dem Immobilienunternehmen Patrizia gekauft, in Kürze soll die Vermietung beginnen. Die kleinsten Wohnungen sind 40 Quadratmeter und die größten 164 Quadratmeter groß, einige davon haben sogar eine Sauna. Der Einzug ist für den Spätherbst 2016 vorgesehen. Dann wird auch die Postbank auf einer 560 Quadratmeter großen Erdgeschossfläche ihre Filiale eröffnen.

Die Grundsteinlegung ist der Beginn eines neuen Stadtquartiers, sagte Dietze. Gemeinsam mit Muska will er auf der heutigen Parkplatzfläche 205 weitere Wohnungen bauen. Den Abschluss des Ensembles bildet das Projekt der Fay-Gruppe. In dem Kopfbau entstehen etwa 80 Wohnungen. Wenige Meter weiter am Postplatz bereiten die CG-Gruppe und die Revitalis Real Estate weitere Wohnbauprojekte vor. Insgesamt entstehen am Postplatz über tausend neue Wohnungen. (SZ/kle)