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Am Radweg bleibt’s dunkel

Zwischen Grubschütz und Doberschau stehen zwar Lampen. Die sollen aber nicht wieder in Betrieb gehen.

© dpa

Von Madeleine Siegl-Mickisch

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Doberschau-Gaußig. Der Spreeradweg zwischen Grubschütz und Doberschau wird weiterhin unbeleuchtet bleiben. Das ist das Ergebnis einer Diskussion im Gemeinderat von Doberschau-Gaußig. Begründet wird die Entscheidung mit dem Aufwand, der nach Meinung vieler Gemeinderäte in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Laut Gemeinde wurden Kosten von 15 000 Euro ermittelt, um die zehn Laternen am Weg wieder in Betrieb zu nehmen. Wie Bürgermeister Michael Schulze (CDU) berichtet, war die Beleuchtung einst vom Doberschauer Wedo-Werk installiert worden. Denn viele Arbeiter, die früher aus Bautzen mit dem Stadtbus bis Grubschütz fuhren, nutzten diesen Weg, um nach Doberschau zu laufen. Doch seit dem Hochwasser vom August 2010 bleiben die Lampen dunkel. Als 2012 der Weg in Ordnung gebracht wurde, entschied sich die Gemeinde aus Kostengründen dagegen, die Beleuchtung wieder in Betrieb zu nehmen. Doch dann gab es immer wieder Anfragen von Bürgern, ob die zehn Lampen nicht doch wieder leuchten können.

Der Bauausschuss des Gemeinderates beriet im Dezember darüber – mit demselben Ergebnis wie 2012. Die Lampen bleiben aus. „Ich bin damit nicht ganz einverstanden“, sagte Gemeinderat Bernd Vogt (CDU) in der Sitzung am Dienstag. Ihm schienen vor allem die veranschlagten Kosten zu hoch. Es müssten ja nicht nur kaputte Lampen instand gesetzt, sondern auch die zum Teil defekte Leitung ausgetauscht und ein neuer Zähler installiert werden, erwiderte Gemeinderat Frank Horn (CDU). Bisher ging der Stromverbrauch fürs Licht nämlich zulasten des Doberschauer Betriebes. Künftig müsste die Gemeinde dafür aufkommen. Der Bauausschuss ist zu der Auffassung gekommen, dass der Weg bei Dunkelheit nur vereinzelt genutzt wird, sagte Gemeinderat Tobias Fischer (FDP). Und es sei durchaus zumutbar, dass Fußgänger eine Taschenlampe mitnehmen.

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