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Am Sonntag werden die Bahnfahrkarten teurer

Ein Teil der Tickets kostet künftig über drei Prozent mehr als bisher. Doch die Bahn macht auch Ausnahmen.

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Berlin/Dresden. Angemessen oder nicht – das ist am Wochenende wieder die Frage. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag tritt die mittlerweile 16. Preiserhöhung seit Gründung der Deutschen Bahn AG 1994 in Kraft. Sie wird vom Unternehmen naturgemäß verteidigt: Höhere Personal- und Stromkosten müssten auf diese Weise aufgefangen werden.

Die Frage, wie stark die Preise dabei eigentlich erhöht werden, lässt sich nicht einfach beantworten. Denn die Bahn macht eine komplizierte Rechnung auf. Sie nennt durchschnittliche Preiserhöhungen für die Standard-Fahrscheine und für das Preisniveau insgesamt – und das getrennt für den Regional- und Fernverkehr.

Die Normalpreise für ICE und IC klettern um 2,5 Prozent. Fahrten in Regionalzügen werden um 3,2 Prozent teurer, sofern man sich nicht in einem Verkehrsverbund bewegt. Sachsens Bahnnetz ist unter fünf solchen Verbünden aufgeteilt, etwa Verkehrsverbund Oberelbe, Zvon und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig. Dort gelten die jetzt verkündeten DB-Preise nur für Fahrten zwischen diesen Regionen, aber nicht innerhalb. Damit kostet beispielsweise ein normales 2.-Klasse-Ticket von Dresden nach Leipzig statt 23,10 Euro künftig 23,80 Euro im Regionalexpress – ein Plus von drei Prozent.

Doch gibt es eine Reihe von Ausnahmen: Einige Ländertickets, die für bis zu fünf Fahrgäste und einen Tag lang gelten, behalten ihren bisherigen Preis. Eine Nullrunde gibt es auch für Inhaber von Zeitkarten im Fernverkehr und für Bahncard-100-Kunden. (SZ/rad/dpa)

www.bahn.de