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Am Winterfeuer trifft sich das Dorf

Der Feuerwehrverein Beiersdorf-Naunhof hat eingeheizt. Aber die Mitglieder organisieren nicht nur Feste.

© Dietmar Thomas

Von Helene Krause

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Naundorf. In Feuerschalen und Metallkörben brennen Holzscheite. Hell schlagen die Flammen gegen den Himmel. Besucher sitzen um die Feuer. Sie genießen Bier, Rostbratwürste, Steaks oder Krapfen. Der Feuerwehrverein Beiersdorf-Naunhof hat Mitglieder und Dorfbewohner zum Winterfeuer nach Naunhof eingeladen.

„Ursprünglich war das Winterfeuer ein Weihnachtsbaumverbrennen“, sagt der Vorsitzende des Vereins Jürgen Unger. „Doch die Bäume dürfen nicht mehr verbrannt werden. Da haben wir daraus ein Winterfeuer gemacht.“ Dazu schaffte der Verein sich die Feuerschalen und -körbe an. „Es ist die erste Veranstaltung im Jahr“, so Unger weiter. „Wir wollen damit das neue Jahr begrüßen. Die Einwohner können beisammensitzen. Außerdem ist es das einzige Fest, das es in Naunhof gibt. Alle anderen werden in Beiersdorf gefeiert.“

Die Veranstaltung kommt bei den Leuten an. Michael Albrecht und Ehefrau Angelika wohnen in Polkenberg. Dass alle zusammen sind, man miteinander reden kann und das Essen und Trinken schmecken, veranlassen die Albrechts, zum Winterfeuer zu kommen. „In Polkenberg ist gar nicht los“, meint Angelika Albrecht. „Hier stellt der Verein immer etwas auf die Beine.“ Aus Altenhof kommen Margitta Keller und ihr Enkel Nick. „Wir waren schon ab und zu beim Winterfeuer“, sagt sie. „Man sieht Leute, den man lange nicht gesehen hat, und kann sich unterhalten.“ Reiner Striedinger wohnt gleich neben dem Feuerwehrteich, an dem die Veranstaltung stattfindet. „Wenn wir es einrichten können, sind wir beim Winterfeuer immer dabei“, sagt er. „Es ist ein schönes Brauchtum, bei dem die Leute im Dorf zusammenkommen.“ Der Feuerwehrverein sei sehr engagiert. „Man muss ihm dankbar sein, dass er so etwas organisiert“, so Striedinger.

Werner Pöge aus Naunhof ist Mitglied im Feuerwehrverein. Zu den Veranstaltungen kommt er immer. „Früher hatten wir noch eine Gaststätte, wo man sich treffen konnte“, sagt er. „Jetzt sind wir darauf angewiesen, dass der Verein etwas auf die Beine stellt. Es ist auch die einzige Veranstaltung, bei der wir uns in Naunhof treffen können und die die ältere und die jüngere Generation vereint.“

Doch der Feuerwehrverein Beiersdorf-Naunhof organisiert nicht nur Feste. Die Mitglieder helfen auch tatkräftig mit, die Arbeit der Feuerwehr zu erleichtern. So spendete der Verein im vergangenen Jahr 1000 Euro für eine Staustufe. Mit der können die Feuerwehrleute Wasser in Bächen anstauen, um bei einem Brand ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Auch jetzt spart der Verein weiter. Auf was, das kann Jürgen Unger noch nicht sagen. „Wir wissen noch nicht, was benötigt wird“, so Unger. „Wir müssen uns erst noch umhören.“