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Amos Oz

Der israelische Schriftsteller Amos Oz erhält an diesem Sonntag den mit 50 000 Euro dotierten Goethepreis der Stadt Frankfurt. Mit seiner thematischen Vielfalt und stilistischen Virtuosität zähle der 66-Jährige zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart, begründete das Kuratorium seine Entscheidung.

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Der israelische Schriftsteller Amos Oz erhält an diesem Sonntag den mit 50 000 Euro dotierten Goethepreis der Stadt Frankfurt. Mit seiner thematischen Vielfalt und stilistischen Virtuosität zähle der 66-Jährige zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart, begründete das Kuratorium seine Entscheidung. Oz nimmt die Auszeichnung am Geburtstag Goethes in der Paulskirche entgegen. Dort war er 1992 bereits mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt worden. Seine mehr als 15 Romane wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Amos Oz gilt als einer der größten Friedensvisionäre seines Landes. Der Autor setzt sich seit Jahrzehnten für eine Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ein. Das Ende der israelischen Besatzung hat er immer wieder als Voraussetzung für Friedensverhandlungen bezeichnet. „Israel wird erst dann ein freies Land sein, wenn Besetzung und Siedlungen ein Ende finden und Palästina ein unabhängiger Nachbarstaat geworden ist“, schrieb er .

Oz, der sich selbst als „geheilten Fanatiker“ sieht, ist Mitbegründer der israelischen Friedensbewegung „Schalom Achschaw“ (Frieden jetzt). Er wurde als Amos Klausner als Sohn russischer Einwanderer in Jerusalem geboren. Nach dem Freitod der Mutter verließ er mit 15 Jahren sein Elternhaus und ging in einen Kibbuz, wo er sich den Namen „Oz“ (hebräisch: Stärke) zulegte. Seit 1986 lebt er mit seiner Familie in der Negev-Wüste. (SZ/dpa)