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Ampel und Tempo 30 kommen

Fußgänger haben es in Eschdorf schwer, über die S177 zu kommen. Doch in diesem Jahr soll es besser werden.

© René Meinig

Von Alexander Buchmann

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Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts, und dann muss es schnell gehen. Wenn Kerstin Sewitz ihre Tochter in die Eschdorfer Kita bringt, muss sie die S177 überqueren. Und das auf einer Strecke von gerade einmal 1,1 Kilometern gleich dreimal, weil immer wieder der Gehweg endet, Bei bis zum 10 000 Fahrzeugen am Tag und schlechter Einsehbarkeit der kurvigen Straße kein leichtes Unterfangen, vor allem zu den Stoßzeiten. Und wie ihr geht es noch anderen Eltern im Ort und den Schulkindern auf dem Weg zum Schulbus.

Abhilfe soll eine Ampel in Höhe des Kindergartens schaffen, die noch in diesem Jahr gebaut werden soll. Einen genauen Termin kann die Stadtverwaltung auf Nachfrage aber noch nicht nennen. „Derzeit werden die bautechnischen Rahmenbedingungen geprüft und geplant. Da dem Abschluss dieser Prüfungen nicht vorgegriffen werden kann, ist ein Datum für die Fertigstellung derzeit nicht benennbar“, heißt es aus dem Rathaus. Einigen Anwohnern und Eltern ist das aber nicht genug. Sie fordern zusätzliche Zebrastreifen. Denn die Ampel hilft wegen der unterbrochenen Gehwege nicht den Schulkindern im übrigen Ort, die für den Bus die Straße überqueren müssen. „Die Großen stehen am Nachmittag an der Haltestelle und keiner lässt sie über die Straße“, erzählt Anwohnerin Christin Hübner, die zwei schulpflichtige Kinder und eines in der Kita hat.

Ob nach dem Bau der Ampel aber noch zusätzliche Zebrastreifen kommen, ist ungewiss. Dafür sei notwendig, dass an der betreffenden Stelle mindestens 50 Mal in der Stunde jemand über die Straße gehen muss, bei gleichzeitig mindestens 450 Fahrzeugen. Und das müsste erst durch spätere Verkehrsbeobachtungen ermittelt werden. Dafür wird die Höchstgeschwindigkeit im gesamten Ort auf Tempo 30 verringert, wie es von vielen Anwohnern gefordert wird. Die Anordnung sei bereits erfolgt und werde in den nächsten Wochen umgesetzt, teilt die Stadtverwaltung mit.

Eine dauerhafte Reduzierung des Verkehrs, der auf dem Weg zwischen der A 4 und der A 17 durch Eschdorf rollt, wird dagegen noch etwas dauern. Der Bau der 5,6 Kilometer langen Ortsumfahrung Wünschendorf/Eschdorf beginnt frühestens 2019 und dauert dann drei Jahre.