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Amt der Zufriedenheit - oder doch nicht?

Löbaus Finanzamt ist laut einer Umfrage das kundenfreundlichste in Sachsen. Dabei schafft es das Land nicht mal unter die Top-10.

Das Finanzamt Löbau liegt nach einer Befragung von Steuertipps.de in Sachen Kundenfreundlichkeit auf Platz 1 in Sachsen. Vor drei Jahren war es sogar bundesweit Spitzenreiter. © tompic

In Löbau steht das kundenfreundlichste Finanzamt Sachsens. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abstimmung von knapp 13.000 Nutzern des Portals Steuertipps.de, die 544 Behörden zwischen Januar und Dezember 2018 in den Kategorien Freundlichkeit, Schnelligkeit und Erreichbarkeit bewertet haben. Das Finanzamt Dresden-Nord belegt Platz 2, gefolgt vom Vorjahressieger, dem Finanzamt Plauen. 

Allerdings relativiert sich das Ergebnis allein bei einem Blick auf die Top-10 der Bundesländer. Dort taucht Sachsen nicht einmal auf. Die genaue Platzierung darf Steuertipps.de-Sprecher Friedrich Koopmann nicht verraten. "Wir wollen kein Land an den Pranger stellen", begründet er die Entscheidung des Portals. Allerdings verrät Koopmann so viel: Sachsen liege nicht weit dahinter.

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Gleiches gilt für den Vergleich der Ämter, wo die Angaben ebenfalls nur schwammig bleiben dürfen. Dort taucht Löbau bundesweit zumindest noch unter den Top-50 auf, Görlitz sachsenweit unter den Top-10, bundesweiter aber nicht mal unter den Top-100, berichtet der Sprecher. 

In der Abstimmung 2016 hatte Löbau schon einmal den ersten Platz in Sachsen und auch bundesweit belegt. Allerdings beteiligten sich damals schon nur 10.000 Personen für 552 Finanzämter, also basiert das Ranking auf Grundlage der Einschätzungen von nicht mal einem Prozent aller deutschen Steuerbürger. Das Löbauer Finanzamt hatte auch bei vorherigen Umfragen schon recht gut abgeschnitten. So belegte die Behörde 2015 in der Zufriedenheitsumfrage Platz 2.  Repräsentativ seien die Umfragen aber nicht, räumte Steuertipps.de bereits 2017 ein. "Damit soll lediglich ein positives Stimmungsbild für die Finanzämter geschaffen werden." Die Behörden würden viel zu oft in ein schlechtes Licht gerückt.

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