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Amt um Geld betrogen

Weil sie der Arbeitsagentur Einkünfte verschwieg, stand eine Frau aus Döbeln vor Gericht. Das war nicht ihr einziges Vergehen.

© Symbolfoto: dpa

Von Helene Krause

Döbeln. Es ist das erste Mal, dass die 58-jährige Frau aus Döbeln vor Gericht steht. Vorgeworfen werden ihr in der Verhandlung vorm Amtsgericht Döbeln Betrug und das Fahren ohne Führerschein.

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Seit Februar 2015 bezog die Döbelnerin Arbeitslosengeld II. Obwohl sie von Ende September bis Ende November 2015 in einer Gebäudereinigungsfirma beschäftigt war, gab sie das nicht bei der Arbeitsagentur an. Dem Amt entstand ein Schaden in Höhe von fast 1 300 Euro. Außerdem wurde die Angeklagte in der Zwingerstraße in Döbeln mit in ihrem Auto angehalten. Die Kontrolle ergab, dass sie keinen Führerschein hatte. Der war ihr wegen überhöhter Geschwindigkeit entzogen worden.

„Es stimmt so“, gesteht die Beschuldigte die Taten. Dass sie dem Amt die Tätigkeit nicht gemeldet hat, sei aus Unachtsamkeit passiert. „Ich hatte Stress“, so die Angeklagte. „Meine Mutter war gestorben. Ich habe nicht mehr daran gedacht, die Arbeitsaufnahme zu melden.“ Den Schaden will sie teilweise schon beglichen haben. Wie hoch die Restschuld ist, blieb in der Verhandlung ungeklärt.

Zur Anklage des Fahrens ohne Führerschein sagt die Beschuldigte, dass sie nicht von der Arbeit abgeholt werden konnte. „Da bin ich eben selbst gefahren“ so die Angeklagte. Wegen des fehlenden Führerscheins sei sie von der Gebäudereinigungsfirma entlassen worden.

Obwohl sie keinen Eintrag im Bundeszentralregister hat, stehen in ihrem Verkehrszentralregister vier Einträge zu Buche, alle wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Richterin Karin Fahlberg verurteilt die Beschuldigte wegen Betrugs und des Fahrens ohne Führerschein zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro. Außerdem wird ihr für weitere zwei Monate die Fahrerlaubnis entzogen. Die Staatsanwaltschaft hatte auf drei Monate Entzug der Fahrerlaubnis plädiert. Die Höhe der Geldstrafe war die gleiche.

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