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Hoyerswerda

AMVZ sichert die Versorgung der Patienten

Das Hauptgebäude ist derzeit nicht nutzbar. Operationen werden in Cottbus durchgeführt.

Das vom Brand betroffene Gebäude wurde sicherheitshalber gesperrt. Nun müssen die Schäden durch Experten begutachtet und anschließend beseitigt werden.
Das vom Brand betroffene Gebäude wurde sicherheitshalber gesperrt. Nun müssen die Schäden durch Experten begutachtet und anschließend beseitigt werden. © Foto: Hagen Linke

Hoyerswerda. Einen Tag nach dem Großbrand im Dachgeschoss des Haupthauses des Augen-Medizinischen Versorgungszentrums (AMVZ) Lausitz an der Liselotte-Herrmann-Straße in Hoyerswerda versucht das Ärztezentrum, für die Patienten und Mitarbeiter den Alltagsbetrieb zu organisieren.

Das ist nicht einfach, angesichts der Schäden, die der Brand und die damit einhergehenden Löscharbeiten am Dienstag angerichtet haben. Wie das AMVZ gestern mitteilte, seien Teile des Dachgeschosses des Hauses I in der Liselotte-Herrmann-Straße 28 a zerstört worden. „Nicht direkt vom Feuer betroffene Gebäudebereiche – darunter der Augen-OP sowie Diagnostik- und Behandlungsräume, ausgestattet mit hochwertiger Medizintechnik – wurden durch Rauch und Löschwasser teilweise beschädigt.“ Das betroffene Gebäude, so heißt es weiter, sei sicherheitshalber gesperrt worden. Nun müssen die Schäden durch Experten begutachtet und anschließend beseitigt werden, sodass der operative und der Praxisbetrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden können.

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„Trotz des Unglücks wird die Versorgung der Patienten aufrechterhalten. Die im Haus I tätigen Mitarbeiter konnten inzwischen in anderen Gebäuden oder an anderen Standorten der Augen-MVZ Lausitz GmbH ihre Arbeit aufnehmen.“

Kostenfreier Fahrservice zur OP

Wie das Unternehmen mitteilt, konnten schon am gestrigen Mittwoch wieder Augen-Operationen durchgeführt werden. „Patienten, die mit Eigenanreise im Augen-OP-Zentrum in Hoyerswerda operiert werden sollten, werden kostenfrei bis auf Weiteres per Fahrservice vom Standort Hoyerswerda nach Cottbus gefahren und dort im neuen Augen-OP-Zentrum behandelt.“ Diese Möglichkeit hatte AMVZ-Eigentümer Prof. Dr. Gernot Richter bereits unmittelbar nach dem Brand als Alternative genannt. Die Praxen in Hoyerswerda und an den anderen Standorten in Sachsen und Brandenburg liefen zeitweise in einer Art Notbetrieb, da die Netzwerkserver des Unternehmens aus Sicherheitsgründen vom Strom getrennt werden mussten. Seit gestern ist wieder der Normalbetrieb möglich.

Froh ist man im AMVZ, dass die Stadt Hoyerswerda, die örtliche Feuerwehr sowie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen ihre Unterstützung signalisiert haben.

Zur Höhe des Schadens, den der Brand verursacht hat, wurde auch gestern noch keine Aussage getroffen, ebenso wenig zur Ursache des Feuers.

Laut Einsatzbericht der Feuerwehr befand sich der Brandherd in der Dachisolierung zwischen der Deckenverkleidung und den Dachsteinen. Das Öffnen der Dachhaut und damit die Brandbekämpfung wurden erheblich durch eine Photovoltaikanlage erschwert, welche sich fast über den gesamten Dachbereich erstreckte. Personen waren beim Brand nicht zu Schaden gekommen. Der Hausmeister hatte sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. (pm/rgr)