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Döbeln

An den Schwengel, fertig, los!

Im Museum in Littdorf dürfen Besucher am Sonnabend wieder Hand anlegen und Wasser aus einem Brunnen pumpen.

Alois Furgber (links) und Karl-Heinz Gillner zeigen mit der Schwengelpumpe ein neues Ausstellungsstück im Museum in Littdorf. Solche Pumpen hat es früher oft gegeben.
Alois Furgber (links) und Karl-Heinz Gillner zeigen mit der Schwengelpumpe ein neues Ausstellungsstück im Museum in Littdorf. Solche Pumpen hat es früher oft gegeben. © Dietmar Thomas

Roßwein/Littdorf. Die alte Schmiede mit dem gegenüberliegenden Wohnhaus des ehemaligen Schmiedes an der Schnauder in Littdorf gehört unumstritten zu den kleineren Museen im Freistaat. Trotzdem sehen die Mitglieder des Heimatvereins Niederstriegis zu, dass die Besucher bei ihnen immer mal wieder etwas Neues entdecken können.

„Neu zu bestaunen gibt es eine Handschwengelpumpe“, sagt Vereinschef Andreas Klößer. Die pumpe das Wasser aus einem alten Brunnen auf dem Grundstück an die Oberfläche. Doch wie genau funktioniert das? Auch diese Frage kann Klößer Neugierigen jedes Alters beantworten.

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Wie er sagt, handelt es sich bei dieser Art Pumpen um Kolbenpumpen. Im Inneren des Pumpenkörpers befinde sich ein Kolben, der mit dem Schwengel verbunden ist. Wird dieser angehoben, öffne sich das Auslassventil und schließt sich das Einlassventil. Beim Herunterdrücken des Schwengels passiere das Gegenteil. Das Wasser ströme dann einerseits aus der Saugleitung in den Pumpenkörper und anderseits – oberhalb des Auslassventils – ins Freie. „Meisten wurde das Wasser zum Gießen der Beete verwendet“, so der Vorsitzende.

Außer der Pumpe können die Besucher am Sonnabend noch sehen, wie Transmission Maschinen antreibt. Im Wohnhaus sind verschiedene Alltagsgegenstände zu sehen. In einem Panzerschrank liegt Geld aus DDR-Zeit. Im Stall dahinter steht alte Landwirtschaftstechnik. Solche ist auch auf dem Gartengrundstück ausgestellt.

Termine: Sonnabend, 14 bis 17 Uhr, Heimatmuseum an der Schnauder in Littdorf geöffnet, mittwochs ab 14 Uhr Arbeitseinsatz der Heimatfreunde, Helfer willkommen.