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An Niederschlag mangelte es nicht

Im Januar füllten sich die Wasserfässer. Das Gebirge bekam eine Menge ab – auch im festen Zustand. Trotzdem fehlte etwas.

Die Skifahrer konnten sich freuen. An allen Tagen war im Januar um Zinnwald Wintersport möglich.
Die Skifahrer konnten sich freuen. An allen Tagen war im Januar um Zinnwald Wintersport möglich. © Foto: Egbert Kamprath

Zum Jahresbeginn versorgte „Tief Zeetje“ das Osterzgebirge mit milder Luft. In Zinnwald wurden dabei Böen der Windstärke acht mit bis zu 82 Kilometer pro Stunde gemessen. Bis 17. Januar verzeichneten alle vier Messstationen täglich Niederschlag. „Tief Benjamin“ sorgte in der zweiten Januarwoche für ordentlich Schnee, sodass die Schneehöhe in Zinnwald innerhalb von zwei Tagen von 34 auf 98 Zentimeter wuchs. Die Talsperren und Flüsse füllten sich. Vereinzelt erreichten die Pegelstände die erste Hochwasserstufe. In der Monatsmitte zog „Sturmtief Florenz“ über Sachsen und brachte Graupel- und Schneeschauer mit. Auf dem Kamm wurden Windgeschwindigkeiten von 98 Kilometer pro Stunde gemessen.

Die Sonne zeigte sich ab 18. Januar häufiger. Trotzdem war mit den mäßig zu warmen Temperaturen Schluss. Am Morgen des 22./23. Januar wurden die Monatstiefsttemperaturen gemessen – circa minus zehn Grad im Tiefland und minus zwölf am Georgenfelder Hochmoor. Bis 30 Zentimeter war der Boden vielerorts gefroren. Die letzte Januardekade endete mit einem großflächigen Tiefdruckgebiet über Europa, wodurch anfangs kühl-nasse Luft den Weg ins Osterzgebirge fand. Am 26. gab es eine geschlossene Schneedecke. Kurz darauf drang eine Warmfront aus Italien bis zum Erdboden vor, wodurch bis Altenberg Tauwetter einsetze.

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© SZ

Insgesamt gab es im Januar geringe Temperaturschwankungen, die Mittel von -4,2 Grad in Zinnwald bis zu 0,3 Grad in Köttewitz liegen im normalen Bereich. Ausreißer ist die Dohnaer Station, an der es ungefähr ein Grad zu warm war. 18 Tage mit Frost gab es in Köttewitz, 31 Tage an der Wetterwarte Zinnwald, ebenfalls für Januar völlig normal. Eistage mit Maximalwerten von null Grad wurden in Dohna allerdings nur zweimal und somit deutlich zu selten registriert. Mit je sechs Eistagen in Bannewitz und Köttewitz sowie 27 in Zinnwald gab es auch an den übrigen Messstationen leicht zu wenig Eistage.

An Niederschlag mangelte es nicht. Die Monatssumme stieg mit zunehmender Höhe stark, von 74 Millimeter in Dohna bis 212 Millimeter in Zinnwald. Die Abweichung vom Mittelwert entsprach in den niederen Gebieten plus 70/80 Prozent; in Zinnwald plus 180 Prozent. An allen Tagen war um Zinnwald Wintersport möglich. Eine geschlossene Schneedecke beobachteten die Hobbymeteorologen an zehn Tagen in Dohna und Köttewitz und 20 in Wilmsdorf. Auch das entspricht weitestgehend der Normalität. Ganz anders war die Lage beim Sonnenschein: nur 28 Stunden in Zinnwald (64 Prozent) und 51 Stunden in Dohna (78 Prozent). (Sebastian Wetzel und Norbert Märcz)

Die Autoren sind Mitglieder im Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld.

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