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Anneli musste grausam sterben

Noch vor Weihnachten soll Anklage gegen Markus B. (39) und Norbert K. (61) erhoben werden. Es gibt weitere Details zu dem Verbrechen.

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© Archiv/kairospress

Meißen/Dresden. Die Ermittlungen um Entführung und Ermordung von Anneli-Marie R. († 17) Mitte August stehen kurz vor dem Abschluss. Das berichtet die Dresdner Morgenpost.

Noch vor Weihnachten soll die Anklage der Dresdner Staatsanwaltschaft gegen Markus B. (39) und Norbert K. (61) erhoben werden. Nach Angaben der Zeitung musste die Schülerin auf eine grausame Weise sterben.

Nach ihrer Entführung am 13. August während eines Spaziergangs mit ihrem Hund nahe ihres Elternhauses in Robschütz bei Meißen wurde die Gymnasiastin von den Kidnappern auf den Dreiseithof ins wenige Kilometer entfernte Lampersdorf gefahren. Die Männer hielten das Mädchen in der Scheune fest. Sie wurde mit Äther betäubt und mit Kabelbindern auf einem Stuhl gefesselt. Am Tag darauf musste Anneli wohl gegen Mittag sterben, obwohl die Unternehmerfamilie das geforderte Lösegeld von 1,2 Millionen Euro bereit stellte.

Warum wurde das Lösegeld nicht abgefordert?

In Abwesenheit seines Komplizen soll Markus B. der betäubten 17-Jährigen eine Plastiktüte über den Kopf gezogen, sie gewürgt haben. Wie die Mordermittler nach Angaben der Morgenpost rekonstruieren konnten, sei Anneli zwei Stunden später wieder aufgewacht. Dann soll B. nochmal versucht haben, die Schülerin auf die gleiche Weise zu töten.

Doch Anneli wachte ein weiteres Mal auf. Erst beim dritten Mal soll Markus B. dem wehrlosen Mädchen die Luft so fest abgedrückt haben, dass es nie wieder aufwachte. Vier Tage nach der Entführung fand die Polizei die Leiche der Schülerin hinter dem Hof in Lampersdorf. Warum die Täter die Schülerin ermordeten und nicht das Lösegeld abforderten, ist unklar.

Die Staatsanwaltschaft plant, die Anklage gegen die Täter noch in diesem Jahr zu erheben. Offiziell bestätigen will das Behördensprecher Lorenz Haase der Morgenpost zu Folge aber nicht: „Die Ermittlungen sind noch nicht vollends abgeschlossen. Deshalb äußern wir uns derzeit nicht.“ (SZ)