merken

Anschlag auf die Luther-Kirche

In der Äußeren Neustadt hat sich ein schwerwiegender Zwischenfall ereignet: Unbekannte wollten das Gotteshaus offenbar in Brand setzen.

© Thomas Lehmann

Dresden. In der Nacht zum Donnerstag gab es eine versuchte schwere Brandstiftung an der Martin-Luther-Kirche in der Äußeren Neustadt. Unbekannte warfen gegen 3 Uhr zwei Molotowcocktails an das Gotteshaus.

Eine Brandflasche zerbarst an einer Scheibe des Hauptportals, die selbst den Zweiten Weltkrieg überstand und nun ein kleines Loch hat. Ein zweiter Molotowcocktail zerschellte an der Seite des Gebäudes nahe der Rampe für Rollstuhlfahrer an der Sandsteinwand. Dort wie auch auf dem Fußboden verbreitete sich eine petroleumähnliche Flüssigkeit, welche die Steine beschädigte. Zu einem Feuer im Gebäude sei es aber nicht gekommen. Der durch die Tat entstandene Schaden beträgt etwa 1 000 Euro. Noch bis zum Mai war der Turm der Kirche über mehrere Monate hinweg saniert worden.

Anzeige
„handgemacht Kreativmarkt“ findet statt
„handgemacht Kreativmarkt“ findet statt

Der „handgemacht Kreativmarkt“ lockt mit kreativen Unikaten, Design, Kunst und einem eigenen Materialmarkt StoWoMa an diesem Wochenende alle Selbermacher an.

Pfarrer Eckehard Möller zeigte sich fassungslos über diese Form von Vandalismus und Gewalt. „Man kann über alles reden, aber das ist das Ende jeder Diskussion“, sagte der Geistliche. Gleichzeitig war er auch erleichtert: „Für das Gotteshaus und unsere Gemeinde wurde ein Brand - Gott sein Dank - verhindert“, sagte Möller.

Weiterführende Artikel

Luther-Kirche: Staatsschutz ermittelt

Luther-Kirche: Staatsschutz ermittelt

Es wurden nicht zwei, sondern sogar drei Brandsätze auf das Gotteshaus in der Neustadt geworfen. Die Polizei sucht noch immer Zeugen der Tat.

Die Kriminalpolizei sicherte vor Ort Spuren und ermittelt nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung. Die Beamten fanden am Fallrohr der Kirche Aufkleber, die unter anderem in allgemeiner Form dazu aufrufen, Molotowcocktails zu basteln. Zum Motiv oder den Tatverdächtigen liegen derzeit keine Hinweise vor. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise: (0351) 48 322 33. (szo/mja)