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Antibabypille für „Zuwanderer“?

Im Landtag deutet sich eine breite Front gegen Tiere wie Mink, Marderhund und Waschbär an.

© dpa

Dresden. Im Sächsischen Landtag deutet sich eine breite Front gegen tierische „Zuwanderer“ wie Mink, Marderhund und Waschbär an. Am Dienstag signalisierten Vertreter fast aller Fraktionen Zustimmung zu einem Antrag der CDU/SPD-Koalition. Mit ihm soll die Regierung aufgefordert werden, bis Ende März Daten zur Ausbreitung der betreffenden Wildtiere vorzulegen und Möglichkeiten einer Reduzierung zu prüfen. Dabei geht es auch Maßnahmen, die die „Fortplanzungsfreudigkeit oder -möglichkeit“ der Tiere einschränken, wie sich der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Christian Piwarz, ausdrückte.

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Unklar ist bisher, ob dem starken Zuwachs in den Populationen mit einer „Antibabypille“ zu Leibe gerückt werden soll. Darüber gehen die Meinungen der Experten auseinander. Die Variante gilt als riskant, weil auch andere Tiere die in Ködern ausgelegten Pillen fressen könnten. „Gerade die Waschbären haben sich in den vergangenen Jahren explosionsartig vermehrt“, sagte der beim Staatsbetrieb Sachsenforst zuständige Referatsleiter Hubertus Birka.

Im Jagdjahr 2000/2001 seien 24 Waschbären erlegt worden, 2015/2016 bereits 9889. Beim Marderhund waren es 1350 - vor 15 Jahren nur 129. Beim Mink liegt das Verhältnis bei 129 zu 44. Tiere, die nicht in heimische Wälder gehören, werden als „invasive Arten“ bezeichnet. (dpa)