Riesa
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Anwohner klagen über Raser

Auf der Forststraße geben Kraftfahrer neuerdings häufiger Gas. Radarkontrollen oder die elektronische Smiley-Tafel sollen gegensteuern.

Von Jörg Richter
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Eine der bekanntesten Smiley-Tafeln der Region ist in Skassa.
Eine der bekanntesten Smiley-Tafeln der Region ist in Skassa. © Jörg Richter

Diesbar-Seußlitz. In der Gemeinderatssitzung, die diesmal im Haus des Gastes in Diesbar-Seußlitz stattfand, hat sich ein Anwohner der Forststraße zu Wort gemeldet. Er beklagt, dass die neu ausgebaute Asphaltstraße manchen Kraftfahrer zum Rasen verleite. Normalerweise sind auf dieser Nebenstraße zwischen Schlosspark und Heinrichsburg nur 30 km/h erlaubt. Aber wie der Seußlitzer beobachtet habe, würde diese Geschwindigkeitsbegrenzung oft überschritten. Er fordert deshalb Radarkontrollen oder wenigstens eine weitere Smiley-Tafel, so wie sie momentan an der Glaubitzer Straße vor der Grundschule Nünchritz angebracht ist.

Bürgermeister Gerd Barthold zeigte sich bereit, das elektronische Geschwindigkeitsmessgerät mit dem lächelnden bzw. traurigem Symbol als Nächstes in Diesbar-Seußlitz montieren zu lassen. Er sei aber kein Freund davon, mehrere Smiley-Tafeln gleichzeitig aufzustellen. „Wenn sie zur Massenware werden, geht der Effekt verloren“, sagt er. Er befürchte, dass eine Gewöhnung bei Kraftfahrern eintritt, wenn so ein elektronisches Messgerät, das lediglich auf Geschwindigkeitsüberschreitungen hinweist, dauerhaft an einem Ort bleibt. Er favorisiere daher den regelmäßigen Ortswechsel.

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