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Anwohner lehnen neue Parkregeln hinterm Hauptbahnhof ab

Die Stadt will in der Südvorstadt großflächig das Parken neu organisieren. Dafür gab es viel Kritik - aber auch Zustimmung.

© Grafik: SZ

Von Annechristin Bonß

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Lange wurde über die Parkplatzsituation in der Südvorstadt diskutiert. Nun hat die Stadt den Stadtteil in drei Flächen aufgeteilt, für die es jeweils ein Konzept mit neuen Parkregeln geben soll. Das könnte ein Mix aus Anwohnerparken, kostenlosem Kurzzeitparken und kostenpflichtigen Abschnitten mit Ticketautomaten sein.

An welcher Straße künftig welche Regel gilt, steht noch nicht fest. Als Erstes wird ein Konzept für den Abschnitt 3 erwartet. Das soll dann auch mit den Anwohnern diskutiert werden. Die haben schon jetzt ganz unterschiedliche Meinungen zu den Ideen. Vielfach wurde der Beitrag auf der Homepage der Sächsischen Zeitung und deren Facebook-Auftritt kommentiert. „Gäste und Pendler, die kostbare Fläche im Innenstadt-Bereich belegen, sollten dies auch bezahlen“, lautet ein Kommentar. Viele andere werfen der Verwaltung vor, dass Anwohner unnötig abkassiert werden sollen. Der Anwohnerparkausweis muss bezahlt werden. Kommt Besuch, muss der sein Auto anderweitig parken. Andere Leser fordern generell mehr Kurzzeitplätze direkt am Bahnhof. Das würde die Situation in den Wohngebieten entspannen.

Mit der Konkurrenz durch Mitarbeiter in ansässigen Firmen haben auch die Bewohner zwischen Hoher und Chemnitzer Straße ein Problem. Dieser Bereich liegt außerhalb der von der Stadt markierten Fläche. Nun ist die Sorge groß, dass neben Mitarbeitern und Hotelgästen, die täglich die öffentlichen, kostenlosen Stellplätze blockieren, auch andere Anwohner hier stehen, die sich kein Anwohnerparkticket kaufen wollen. „Die Ausdehnung der Zone bis zur Hohen Straße zeigt, dass es hier nur um Geld geht. Denn Anwohnerparkkarten kosten Geld, ohne dass dem Anwohner ein Mehrwert entsteht“, schreibt ein SZ-Leser.