merken

Anwohner sollen über Quartierbus diskutieren

Um mehr Fahrgäste für die Linie 73 zu gewinnen, gibt es immer mehr Ideen. Bald können auch Bürger ihre Gedanken einbringen.

© Sven Ellger

Der Testbetrieb der Quartierlinie 73 wurde verlängert, um die Abläufe zu verbessern und mehr Fahrgäste anzulocken. CDU-Stadtrat Veit Böhm sitzt in der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema auseinandersetzt, und hat Ideen, die bisher noch nicht beachtet wurden.

„Ich finde es schade, dass die Weinbergstraße nicht eingebunden wurde“, so Böhm. Stattdessen verkehrt der Bus über die parallel verlaufende Döbelner Straße. „Dort gibt es zwei Kitas und damit meiner Meinung nach Potenzial für weitere Fahrgäste.“ Über die Döbelner Straße zu fahren, sei nicht ausreichend. Zumal die Wege von der Weinbergstraße gerade für ältere Anwohner wegen des Gefälles schwierig seien. Der CDU-Stadtrat fragt sich zudem, warum nur die Nutzer der Linie 73 befragt werden. Sinnvoller sei es, bei den Anwohnern nachzuhaken, die ihn nicht nutzen. So könnten gegebenenfalls Verbesserungspotenziale entdeckt werden.

Anzeige
Dynamische Verstärkung gesucht
Dynamische Verstärkung gesucht

Zur Verstärkung ihres Teams sucht die A4RES Gruppe Bautzen motivierte Immobilienkaufleute (m/w/d) für die Verwaltung ihrer Objekte.

Warum die 73 über die Döbelner Straße fährt, weiß Falk Lösch, Pressesprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). „Auf der Weinbergstraße kann nicht gewendet werden“, erklärt er. Entsprechend würde die Verbindung zum Wilden Mann wegfallen, wenn die Linienführung geändert wird. „Damit würden wir mehr Fahrgäste verlieren als gewinnen.“ Zudem gelte die Weinbergstraße laut Nahverkehrsplan der Stadt als erschlossen. Keine Haltestelle sei weiter als 300 Meter entfernt. Eine Umfrage unter den Anwohnern hält Lösch ebenfalls nicht für sinnvoll. Sie sei nicht repräsentativ und würde schnell in einem Wünsch-dir-Was enden. „Wenn wir Einzelbefragungen machen, haben wir schnell keinen Bus mehr, sondern ein persönliches Taxi“, so Lösch. „Aber natürlich hören wir uns trotzdem Meinungen an – von denen, die den Bus nutzen sowie denen, die es nicht tun.“

Dazu sollen die Bürger Ende August die Gelegenheit bekommen. Dann plant die CDU eine Versammlung in der Weinbergskirche, in der Anwohner ihre Fragen, Kritik und Ideen loswerden können. (SZ/sh)