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Anwohner wehren sich gegen neue Eigenheime

An der Uthmannstraße in Cunnersdorf sollte Platz für neue Eigenheime gemacht werden. Nachbarn aber sind dagegen.

© Symbolfoto: dpa

Dürfen inmitten des Bannewitzer Ortsteiles Cunnersdorf neue Wohnhäuser entstehen? Darüber diskutierten jüngst die Gemeinderäte von Bannewitz – und entschieden: Nein.

Aber von vorn: Eigentlich sollte das Gartenland an der Uthmannstraße in Cunnersdorf zur Fläche für Wohnbebauung umgewidmet werden. Konkret sind davon sieben Grundstücke betroffen. So war es im laufenden Flächennutzungsplan vorgesehen. Denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Uthmannstraße stehen bereits Wohnhäuser. Doch die Idee der Gemeindevertreter, auch anderen an dieser Stelle die Chance auf ein Eigenheim zu geben, stieß den bereits an der betreffenden Straße Wohnenden bitter auf. Die Anwohner wehrten sich gegen eine Umwidmung der Fläche auf der anderen Straßenseite. Hohe Häuser würden den freien Blick zunichtemachen, den derzeit die Gärten noch gewährleisten. Die CDU-Fraktion in Bannewitz stellte sich hinter die Interessen der Anwohner und beantragte vorm versammelten Gemeinderat, es dort bei Gartenland zu belassen.

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Die Idee stieß auf ein geteiltes Echo. Der Flächennutzungsplan, der generell regelt, welche Grundstücke für Wohnen, Gewerbe und andere Zwecke zur Verfügung stehen, habe keine unmittelbare rechtliche Wirkung, erklärt Walter Kaiser (Bürgergemeinschaft). „Auch wenn die Fläche zum Bauland wird, heißt es nicht, dass auch sofort gebaut wird“, sagte er. Vielmehr gäbe es den Eigentümern der Gärten oder den späteren Grundstücksbesitzern die Möglichkeit, vielleicht irgendwann einmal ein Eigenheim entlang der Uhtmannstraße zu errichten. Ähnlich sah das Ursula Müller, ebenfalls von der Bürgergemeinschaft. Der Flächennutzungsplan sei lediglich eine Vision für die Zukunft. Abgesehen davon sei Bannewitz sehr gefragt. „Wir müssen denen, die hier wohnen wollen, auch die Chance dazu geben“, sagte Müller.

Auch Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) sprach sich dafür aus, die derzeit noch als Gartenland genutzte Fläche zur Wohnfläche umzuwidmen. „Das Entscheidende ist, dass für die Grundstückseigentümer kein Nachteil entsteht“, erklärte er. Die Mehrheit der Gemeinderäte sah die Situation dennoch anders, gab dem Antrag der CDU statt und stimmte dafür, die Fläche als Gartenland zu belassen.

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