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Flamingovoliere: Zahlreiche Küken geschlüpft

Neben den Kubaflamingos, die derzeit neun Küken aufziehen, haben noch einige weitere Vogelarten Nachwuchs. Auch bei den Rosalöfflern gelang erstmals in der neuen Anlage die Zucht.

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Zwischen den Beinen der erwachsenen Kubaflamingos wuseln seit kurzem neun weiße Küken: Erstmals seit dem Einzug in die begehbare Voliere hat sich bei den markanten Vögeln Nachwuchs eingestellt. „Wir wussten zwar, dass es eine Weile dauern kann, bis Flamingos eine neue Anlage akzeptieren“, sagt Tierpfleger Jonas Freudenberg. „Doch im dritten Jahr sollte es nun endlich klappen.“

Mit den Erfahrungen der Vergangenheit verbesserten Freudenberg und seine Kollegen erneut die Brutbedingungen: Auf der Flamingoinsel schütteten sie mehrfach Erde auf, formten Brutkegel vor und sorgten für dauerhafte Feuchtigkeit. „Anfangs floss das Wasser zu schnell ab, und bei starker Sonneneinstrahlung wurde die Erde hart. Die Flamingos brauchen aber Schlamm, um die Kegel nach ihren jeweiligen Bedürfnissen weiter auszubauen.“ Darüber hinaus wurde dreimal am Tag im gesamten Wasserbereich Futter verteilt, damit sich die Tiere mehr bewegen und interagieren.

Sogar ein Rekord

Der Erfolg kündigte sich Anfang Mai mit einem veränderten Geräuschpegel in der Flamingovoliere an: Laut Freudenberg wurde kräftig gebalzt und um die besten Brutplätze gestritten. „Kurz darauf war das erste Ei zu sehen, und am 12. Juni schlüpfte der erste Jungvogel. Die mittlerweile neun Küken sind sogar ein Rekord.“ Von älteren Kollegen weiß Jonas Freudenberg, dass es in der alten Anlage maximal achtfachen Nachwuchs gab. Flamingopaare bebrüten wechselweise meist nur ein Ei und kümmern sich dann gemeinsam um ihr Küken. In der Speiseröhre produzieren beide Elternteile eine rote Nährflüssigkeit, die sogenannte Kropfmilch, die sie hochwürgen und dem Jungvogel in den Schnabel tropfen lassen. „Die Kropfmilch erinnert zwar farblich an Blut, hat aber nichts damit zu tun“, beruhigt der Tierpfleger die Besucher.

Schon im Alter von etwa zehn Wochen nehmen die Küken zusätzlich Flamingopellets auf. Diese liefern den Vögeln alle Nährstoffe, die sie in der Natur aus Kleinkrebsen beziehen würden. Carotin, den roten Farbstoff für das auffällige Gefieder, bekommen die Vögel später in Pulverform über die Pellets gestreut. „Doch die Umfärbung beginnt erst mit einem reichlichen Jahr.“ Zunächst geht der Flamingo-Nachwuchs, der den Brutkegel schon nach wenigen Tagen verlässt, in den „Kindergarten“, von Zoologen auch „Crèche“ genannt: Damit beschreiben sie die gemeinsame Betreuung der Küken einer Kolonie. „Gefüttert werden die Jungen aber nur von den eigenen Eltern“, sagt Jonas Freudenberg. „Und das bis zum sechsten Lebensmonat.“ Dann sind die Tiere zwar ausgewachsen und zwei bis vier Kilogramm schwer – geschlechtsreif werden Kubaflamingos aber erst mit fünf bis sechs Jahren.

„Jede Menge los“

Die derzeit 60-köpfige Flamingo-Kolonie hat zwar die meisten Küken hervorgebracht, doch in der Voliere gibt es noch weiteren Nachwuchs. So haben die Rosalöffler, die dort ebenfalls zum ersten Mal erfolgreich züchteten, drei Jungtiere. Die Herbstpfeifgänse ziehen zwei Küken auf und die Kappensäger fünf. Bei den Roten Sichlern erwarten die Tierpfleger noch Gesellschaft für die derzeit zwei Jungvögel. „Seit Mai ist jede Menge los auf der Anlage“, fasst Jonas Freudenbergzusammen.

© Thorsten Eckert

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