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Check-up für die Ohren – bei Verständnisproblemen rechtzeitig das Hörvermögen prüfen

Ständige Höranstrengung bei Hintergrundgeräuschen kann auf eine beginnende Schwerhörigkeit hinweisen. Wichtig ist, dass diese rechtzeitig bemerkt wird.

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Gutes Hören ist wichtig, um aktiv am Sozialleben teilzunehmen und so das Gehirn in Schwung zu halten.
Gutes Hören ist wichtig, um aktiv am Sozialleben teilzunehmen und so das Gehirn in Schwung zu halten. © djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören

(djd-p). In einer lauten und lebhaften Umgebung sind Verständnisschwierigkeiten nicht ungewöhnlich. Doch ständige Höranstrengung bei Hintergrundgeräuschen kann auf eine beginnende Schwerhörigkeit hinweisen. Wichtig ist, dass diese rechtzeitig bemerkt wird – und dafür kann jeder selbst etwas tun.

Gerade in einer lauten Umgebung ist es mit eingeschränktem Hörvermögen oft schwierig, Geräusche zu unterscheiden und Gesprochenes zu verstehen.
Gerade in einer lauten Umgebung ist es mit eingeschränktem Hörvermögen oft schwierig, Geräusche zu unterscheiden und Gesprochenes zu verstehen. © djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören

Bei unseren Augen sind wir es gewöhnt, schon kleine Verschlechterungen der Sehkraft mit Brillen, Kontaktlinsen und Co. auszugleichen. Dem Hörvermögen wird dagegen meist viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei können schon geringe Einschränkungen der Hörleistung weitreichende Folgen haben.

Folgeprobleme von Kopfschmerzen bis Depression

Denn im Gehirn, wo alle aufgenommenen Geräusche sortiert und interpretiert werden, kommen dann entscheidende Informationen nicht mehr richtig an. Es muss sich deshalb immer mehr anstrengen, dem Gehörten einen Sinn zu geben. Diese Daueranstrengung kann zu Stress, Ermüdung, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder Unzufriedenheit bis hin zur Depression führen. Außerdem wird nach verschiedenen Studien ein eingeschränktes Hörvermögen in Zusammenhang mit einem erhöhten Demenzrisiko gesehen.

Online-Hörtest gibt wertvolle Hinweise

Ein Hörtest tut nicht weh und wird von vielen Hörakustikern kostenlos angeboten. Für eine erste Einschätzung kann man die Ohren auch im Internet checken.
Ein Hörtest tut nicht weh und wird von vielen Hörakustikern kostenlos angeboten. Für eine erste Einschätzung kann man die Ohren auch im Internet checken. © djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören

Da Verständnisprobleme in geräuschvollen Alltagssituationen auch bei guten Ohren nicht ungewöhnlich sind, lässt sich oft kaum selbst beurteilen, wann es kritisch wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann beim kostenlosen Online-Hörtest der Fördergemeinschaft Gutes Hören eine realistische erste Einschätzung des eigenen Hörvermögens erhalten. Dabei werden verschiedene Ziffernkombinationen vor einem Hintergrundrauschen gesprochen. Bei richtiger Eingabe der Ziffern über die Tastatur steigt der Schwierigkeitsgrad an, bei Fehlern wird das Rauschen wieder leiser. Zum Abschluss gibt es eine Einschätzung des Sprachverständnisses und je nach Ergebnis Empfehlungen für eine weiterführende Abklärung und Beratung durch einen Hörakustiker, dazu eine Suchmaschine für Adressen in der Umgebung.

Das Gehör regelmäßig überprüfen

Werden Hörprobleme rechtzeitig erkannt, lässt sich besser gegensteuern. Vor allem für Menschen über 50 Jahren ist deshalb ein regelmäßiger Hörtest sinnvoll.
Werden Hörprobleme rechtzeitig erkannt, lässt sich besser gegensteuern. Vor allem für Menschen über 50 Jahren ist deshalb ein regelmäßiger Hörtest sinnvoll. © djd/Fördergemeinschaft Gutes Hören/Thomas Berg

Aber auch wenn der Test ergibt, dass man wahre Luchsohren hat, ist es ratsam, ihn in regelmäßigen Abständen von sechs bis zwölf Monaten zu wiederholen. Denn das Gehör ändert sich im Laufe des Lebens ständig – oft lange unbemerkt. Spätestens ab einem Alter von 50 bis 60 Jahren sollten außerdem regelmäßige vorsorgliche Hörtests bei einem Hörakustiker obligatorisch sein. Diese werden bei Partnerakustikern der Fördergemeinschaft Gutes Hören kostenlos angeboten. So können bei Bedarf individuell zugeschnittene Hörsysteme rechtzeitig angepasst und die negativen Folgen dauerhafter Höranstrengung vermieden werden.