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Drei Fragen an: Tierpfleger Olaf Lohnitz

Nur 280 Gramm wog Faultier Lele, als es im September 2021 zur Welt kam. Weil Mutter Marlies keine Milch hatte, entschied sich der Zoo Dresden für eine Handaufzucht.

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Olaf Lohnitz mit seinem Schützling Lele
Olaf Lohnitz mit seinem Schützling Lele © Foto: Thorsten Eckert

Tierpfleger Olaf Lohnitz betreute Lele (lesen Sie hier alles nach) lange rund um die Uhr und kennt sie wie kein anderer.

1. Wie hat sich Lele in den vergangenen Monaten entwickelt?
Lele wiegt inzwischen altersgemäße fünf Kilogramm und ist in sehr guter Verfassung. Die Flasche bekommt sie nur noch an heißen Tagen mit Fencheltee – ansonsten stehen Gemüse, Blätter, etwas Obst, spezielle Pellets, gekochtes Ei und mageres Geflügelfleisch auf ihrem Speiseplan. Wie auch Menschenkinder mag sie Nudeln, die es ab und an als Leckerli gibt. Seit kurzem füttere ich gegen 16 Uhr das letzte Mal, und Lele kann dann bis zum nächsten Morgen allein im Zoo bleiben.

2. Welchen Kontakt hat Lele zu anderen Zoobewohnern?
Sich wie ihre Eltern frei im Prof. Brandes-Haus bewegen kann Lele auch künftig nicht: Von ihrer Mutter würde sie inzwischen als Konkurrentin angesehen, und zu den Besuchern würde sie als Handaufzucht keine Distanz halten. Andere Zoos haben aber bereits gute Erfahrungen mit der Vergesellschaftung von Faultieren und Krallenaffen gemacht; deshalb soll Lele bei den Kaiserschnurrbarttamarinen leben. Um sie darauf vorzubereiten, gehe ich fast täglich um die Mittagszeit für eine Stunde mit ihr in diese Anlage. Dann bildet sich davor immer eine große Besuchertraube.

3. Ab wann wird das kleine Faultier dauerhaft zu sehen sein?
Im Moment bleibt Lele noch gern auf meinem Arm und klettert nur kurzzeitig mal an einem Ast. Über längere Aufenthalte in der Anlage der Kaiserschnurrbarttamarine denken wir erst nach, wenn sie die neue Umgebung aus eigenem Antrieb erkundet. Die Affen sind schon jetzt sehr neugierig und haben keine Probleme mit der potenziellen Mitbewohnerin. Und die Anlage ist groß genug, um beiden Arten genügend Raum zu bieten. Wenn Lele in etwa zwei Jahren erwachsen und geschlechtsreif sein wird, wäre sogar noch Platz für einen eventuellen Partner.

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Draußen auch bei Eis und Schnee
Draußen auch bei Eis und Schnee

Während sich einige Tiere am liebsten ins warme Innengehege kuscheln, sind andere bestens gewappnet für winterliche Erkundungen in ihren Freianlagen.

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

Hier geht es zur Zoowelt auf sächsische.de