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„Eher ein Draufgänger“

Tonga, der neue Elefantenbulle im Zoo Dresden, hat sich gut eingelebt. Auch beim Training macht er Fortschritte.

Der 32-jährige Elefantenbulle Tonga fühlt sich in Dresden wohl – jetzt im Frühling besonders in der Außenanlage.
Der 32-jährige Elefantenbulle Tonga fühlt sich in Dresden wohl – jetzt im Frühling besonders in der Außenanlage. © Foto: Thorsten Eckert

Er ist etwas größer und kräftiger als sein Vorgänger, und vor allem: Er hat deutlich mehr Temperament. Gleich nach seiner Ankunft im November nahm Elefantenbulle Tonga sein Revier selbstbewusst in Besitz und zeigte, dass er sich durchsetzen kann. „Nach zwei Wochen konnte er zu den Kühen gelassen werden“, sagt der Zoologische Leiter Dr. Wolfgang Ludwig. „Zwar rempelt er sie auch mal an, aber es gibt keine Antipathien. Im Gegensatz zum sanften Tembo ist Tonga eben eher ein Draufgänger.“ Und er fühlt sich offenbar pudelwohl. Seine Formen, so Ludwig, hätten sich in den letzten Wochen sichtbar gerundet.

Zwei Nachkommen gezeugt

Nachdem Tembo den Dresdner Elefantendamen keinen Nachwuchs beschert hat, ruhen nun letzte Hoffnungen auf Tonga. Seine forsche Art könnte dabei von Vorteil sein. „Unsere schon etwas älteren Kühe akzeptieren einen dominanten Bullen vielleicht besser“, sagt Ludwig. Gleichzeitig warnt er vor allzu großen Erwartungen: „Die drei sind bereits am Ende ihrer fortpflanzungsfähigen Zeit. Und zwei von ihnen hatten noch nie ein Kalb.“ Nur Drumbo, die 2006 Thabo-Umasai zur Welt brachte, kann Muttererfahrungen vorweisen.Tonga selbst ist möglicherweise auch etwas aus der Übung gekommen. Zwar hat er im Serengeti-Park Hodenhagen zwei Nachkommen gezeugt, doch das liegt mittlerweile 16 und zwölf Jahre zurück. Vermutet wird, dass er die meisten Kühe der dortigen Herde nicht so mochte. „An unseren Kühen zeigt er zumindest ein Grundinteresse“, berichtet Tierpfleger David Lück. „Und Sawu darf sich sogar etwas mehr bei ihm herausnehmen. Sie hat die wenigsten Probleme mit Tongas ruppiger Art.“

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Schon einiges dazugelernt

Wie alle Elefanten der Gruppe absolviert auch der „Neue“ täglich ein 20- bis 30-minütiges Training. Doch obwohl er vor seiner Zeit in Hodenhagen Zirkuselefant war, hat er noch einigen Nachholbedarf – laut David Lück vor allem bei der Reinigung. beim Messen und Blutabnehmen. „Aber er hat auch schon viel gelernt, ist ruhiger und ausdauernder geworden. Als er kam, konnte er auf Kommando gerade mal den linken Fuß heben. „Wenn alles weiterhin so gut läuft, könnte Tonga einige Jahre im Zoo Dresden bleiben. Für die dauerhafte Haltung von Bullen ist die hiesige Anlage allerdings zu klein. „Falls sich wirklich noch Nachwuchs einstellen sollte“, scherzt David Lück deshalb, „wäre es gut, wenn es ein Mädchen würde.“

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

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