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Zoo Dresden: Die Glattotter sind eingezogen

Quirlig und neugierig – Diyala und Ravi werden sicher neue Besuchermagnete.

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"Sie waren von Anfang an ein Herz und eine Seele“, sagt Rocco Nollau und meint damit die beiden Glattotter, die seit dem 26. April im neuen Orang-Utan-Haus leben. „Das Männchen nahm sofort Kontakt zu dem vom Transport noch ein bisschen geschafften Weibchen auf, brachte ihm später in der gemeinsamen Anlage sogar Fisch.“ Jetzt sind die beiden Tiere fast nur noch im Doppelpack zu erleben: Gemeinsam flitzen sie über den Boden, schwimmen im Wasserbecken und stellen sich auf die Hinterbeine, wenn Nollau sie im Absperrgehege füttert. Dabei geben sie erstaunlich intensive und vielfältige Laute von sich.

Gesellige Tiere

„Zwar stammen unsere Glattotter aus zwei verschiedenen französischen Zoos“, so der Tierpfleger, „doch wir hatten nie Bedenken, dass sie nicht miteinander auskommen würden. Denn Glattotter sind sehr gesellig, leben in der Natur in Familiengruppen von acht bis zwölf Tieren.“ Zudem gilt die aus Südostasien stammende Raubtierart als ausgesprochen neugierig und verspielt. Diyala und Ravi, so die Namen der „Neu-Dresdner“, beschäftigen sich hingebungsvoll mit Bällen und Holzstücken und verfolgen jede Bewegung ihres Pflegers. Der hat die beiden längst ins Herz geschlossen: Nach seinem Wechsel vom Huftierrevier ins Orang-Utan-Haus gehörten sie zu seinen ersten Schützlingen. „Ich habe mir viel über die Art angelesen“, sagt Rocco Nollau, „denn mit Raubtieren hatte ich zuletzt in der Ausbildung vor über 20 Jahren zu tun.“

Doch es macht ihm viel Spaß, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen und sich an andere Bedingungen zu gewöhnen. So kann er im Gegensatz zu vielen Huftieren mit den Glattottern nur durchs Gitter Kontakt haben. „Sie sehen zwar niedlich aus und sind meist sehr zugänglich, verfügen aber über viel Kraft im Körper und im Gebiss.“

Die beiden bewegungsfreudigen Glattotter sind durch die große Scheibe ihres Innenbeckens gut zu beobachten. Und wenn sie Tierpfleger Rocco Nollau sehen, hoffen sie immer auf eine Portion Fisch.
Die beiden bewegungsfreudigen Glattotter sind durch die große Scheibe ihres Innenbeckens gut zu beobachten. Und wenn sie Tierpfleger Rocco Nollau sehen, hoffen sie immer auf eine Portion Fisch. © Thorsten Eckert

Die speziellen Charaktere von Diyala und Ravi erkundet Nollau nun im täglichen Umgang. „Es scheint so, als würde Ravi der Draufgänger bleiben, während sich Diyala ruhiger und zurückhaltender zeigt. Sie lässt sich auch mehr Zeit beim Futter.“

Wie ihr Partner frisst sie Süßwasserfisch, Hackfleischbällchen und geraspelte Möhren sehr gern. Maus und gekochtes Huhn dagegen mögen beide bisher nicht. Doch die Pfleger haben Zeit, die zur Belohnung geeigneten Vorlieben herauszufinden.

„Mit dem Training beginnen wir erst, wenn der Einzugs- und Eröffnungstrubel vorbei ist und im Orang-Utan-Haus etwas Ruhe und Routine eingetreten ist.“ Und es werde sich auch erst zeigen, ob die gegenseitige Sympathie der gerade geschlechtsreif gewordenen Glattotter zur erfolgreichen Zucht führt. Eins aber stehe schon nach den ersten Wochen fest: Die agilen Tiere haben das Zeug zu Publikumslieblingen, für die es sicher viele Patenschaftsanfragen geben wird.

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