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Die Festung tausender Geschichten: Jetzt beim Gewinnspiel der Festung Königstein mitmachen!

Die jahrhundertelange Historie der Festung Königstein birgt tausende Geschichten. Einige sind schön, manche auch grausig. Lies hier über einen von vielen mysteriösen Vorfällen an der Festung!

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Über die Festung Königstein gibt es zahlreiche Geschichten und Legenden.
Über die Festung Königstein gibt es zahlreiche Geschichten und Legenden. © Festung Königstein

Einmalig schöne Aussichten, geschichtsträchtige Mauern, aufwendig gepflegte Gartenanlagen und ein majestätisch über dem Elbtal thronender Festungswald: Besucht man heutzutage die Festung Königstein, wird man Zeuge einer einzigartigen, friedlichen und ruhigen Kulisse, die als Erholungsort einladender kaum wirken könnte.

Da fällt es mitunter gar nicht so leicht, sich vorzustellen, dass an diesem Ort im Laufe der Geschichte oft ein turbulentes Ereignis dem nächsten folgte: Berühmte Häftlinge wurden hier weggesperrt, Staatsschätze und Kunstwerke versteckt. Aus dem Jahr 1610 überliefert wirft zudem ein Skandal allerhöchster Tragweite bis heute Fragen auf: Der Fall Wolf Friedrich Beon. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stand damals ausgerechnet ebenjener bis heute stolz behütete Festungswald.

Das hohe Amt des Festungskommandanten

Als Wolf Friedrich Beon im Jahre 1607 zum Kommandanten der Festung Königstein ernannt wurde, war diese noch nicht besonders alt: 1589 hatte der Festungsbau begonnen – vor Beon waren demnach erst zwei Kommandanten im Amt. Den Kommandanten unterstand die komplette Festungsanlage und sie hatten somit die verantwortungsvolle Aufgabe, alle Geschicke des strategisch wichtigen Bauwerkes zu leiten. Die Bedeutung von Königstein war für das Kurfürstentum Sachsen die gesamte Geschichte hindurch enorm: Ihre Gemäuer galten als uneinnehmbar und waren mit ihrer beeindruckenden Größe und der bewusst gewählten Position als schützende Grenzfestung zum katholisch-habsburgischen Böhmen ein zentraler Punkt der Verteidigung des Reiches. ­Das Amt des Kommandanten verlangte hier also eine noch größere Kompetenz und Loyalität als anderswo. Denn die Vorgabe war klar: Ein jeder Festungsbewohner hatte sein Leib und Leben zum Erhalt und zur Verteidigung der Festung einzusetzen.

Der tiefe Fall des Wolf Friedrich Beon

Nachdem Beon in der Folge ab 1607 selbst Kommandant der Festung wurde, wurde ihm nach gerade einmal drei Jahren Amtszeit der Prozess gemacht. Grund der Anklage: Beon habe seine Untergebenen drangsaliert, sich am Bau- und Holzvorrat der Festung bereichert und verschiedene Güter veruntreut und verkauft. Insbesondere das Abholzen des Festungswaldes, welcher als Holzvorrat für Kriegs- und Belagerungsfälle vorgesehen war und außerdem eine wichtige Funktion für die Repräsentanz von Königstein innehatte, machte seinen Frevel unübersehbar. Nach Aufdeckung des für die Festung Königstein historischen und einmaligen Skandals wurde Beon zum Tode verurteilt – die Hinrichtung erfolgte in Form des Erhängens, was als besonders unehrenhafte Bestrafung galt. Ein Erhängter verblieb nämlich noch Wochen nach seinem Tod an Ort und Stelle, sodass an ihm ein für jedermann sichtbares Exempel statuiert wurde.

Die Erhängung wurde in der Nähe der Elbe durchgeführt, an „einem der wenigen Bäume, die er vergessen hat, zu fällen“, wie der damals mit dem Fall betraute und spätere Kurfürst Johann Georg I. süffisant seinem Bruder berichtete.

Viele Legenden – und eine ungeklärte Frage

Einer Legende nach aber segnete Wolf Friedrich Beon gar nicht infolge der Erhängung das Zeitliche, sondern dadurch, dass der Ast der Eiche, an dem er hing, abgeschlagen wurde, was zum tödlichen Sturz in die Tiefe führte. Diese Theorie begründet sich dadurch, dass straffällig Gewordene die Festungstore angeblich weder tot noch lebendig verlassen durften und man auf diese Weise die Regelung umgehen habe wollen.

„Das kann jedoch zweifelsfrei widerlegt werden.“, sagt Dr. Markus Bitterlich, Leiter der Abteilung Museum und Vermittlung auf Festung Königstein. Tatsächlich habe der Leichnam des Verurteilten noch lange am Ast gehangen und diente so als grausiges Exempel. Der buchstäblich tiefe Fall des untreuen Kommandanten ließ also noch so lange auf sich warten, bis das Seil in Folge der Witterung schließlich selbst nachgab. Noch jahrzehntelang blieb die Eiche, an der Beon erhängt wurde, stehen.

Mittlerweile erinnert das in die Außenmauer gemeißelte Beon-Kreuz am Ort des Geschehens an die Vorfälle.
Mittlerweile erinnert das in die Außenmauer gemeißelte Beon-Kreuz am Ort des Geschehens an die Vorfälle. © Festung Königstein

Die Frage, weshalb der Kommandant auf die verhängnisvolle Idee kam, sich mit dem Abholzen des Waldes auf so offensichtliche Weise in Ungnade zu bringen, ist bis heute nicht vollends geklärt: „Das ist ein kleines Mysterium und ich suche noch nach dem Puzzlestück, das Aufschluss über diese Fragestellung gibt.“, sagt Dr. Markus Bitterlich.

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Kontakt

Festung Königstein gGmbH
01824 Königstein

Tel.: 035021 64607
E-Mail: [email protected]

Ticketshop: festung-koenigstein.de/tickets

www.festung-koenigstein.de

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