Anzeige

„Für Rosinen tun sie alles“

Der Nasenbär ist das Tier des Monats Juni.

Tierpflegerin Yvonne Luger füttert die Nasenbären.
Tierpflegerin Yvonne Luger füttert die Nasenbären. © Foto: Thorsten Eckert

In ihrer Anlage neben dem Eingang sind die Nasenbären „Aushängeschilder“ des Zoo Dresden: Auch Passanten können sich an den flinken, possierlichen Gesellen erfreuen. „Die Nähe der Straße macht ihnen nichts aus“, sagt Tierpflegerin Yvonne Luger. „Im Gegenteil, da haben sie immer was zu gucken.“ Und neugierig sind die etwa siebenjährigen Brüder Willi-Klaus, Franz und Paul definitiv: Bei der gründlichen Inspektion des Geheges fand einer von ihnen sogar mal eine „Sicherheitslücke“.

Richtig wuselig geht es in der Anlage zu, wenn Yvonne Luger mit dem Futternapf kommt. Und noch mehr, wenn dieser mit dem Lieblings-Snack der Nasenbären gefüllt ist. „Für Rosinen tun sie alles“, scherzt die Tierpflegerin. „Fast so wie Gummibärchen bei Kindern.“ Hauptsächlich bekommen die Tiere allerdings Obst und Gemüse, Küken, Mäuse und geschnittenes Fleisch. „Auch wenn es die meisten Besucher überrascht: Nasenbären sind Raubtiere.“ Sie gehören zu den Kleinbären und gelten in Europa – ähnlich wie die mit ihnen verwandten Waschbären – als invasive Tierart. Deshalb dürfen sie weder im Zoo noch von privaten Haltern gezüchtet werden.

Anzeige
Kletternde Baumbewohner
Kletternde Baumbewohner

Im Prof. Brandes-Haus leben über 20 Arten von vier Kontinenten, darunter auch die Faultiere.

Brüder sehen sich sehr ähnlich

Wer ist wer? Die Nasebärenbrüder im Zoo Dresden sind nur schwer auseinanderzuhalten.
Wer ist wer? Die Nasebärenbrüder im Zoo Dresden sind nur schwer auseinanderzuhalten. © Foto: Thorsten Eckert

Die natürliche Heimat der Nasenbären liegt in Mittel- und Südamerika. Ihren Namen verdanken sie tatsächlich der Nase, die an einen kleinen Rüssel erinnert und sehr beweglich ist. Markant ist außerdem der buschige, quergestreifte Schwanz, der ebenso wie der Körper knapp 70 Zentimeter lang werden kann. Die Fellfarbe ist in der Natur recht unterschiedlich; die graubraunen Dresdner Brüder sehen sich aber sehr ähnlich. „Selbst ich kann sie nur schwer auseinanderhalten“, bekennt die Tierpflegerin. „Da gibt‘s allenfalls eine Farbnuance, eine Kerbe am Ohr oder eine Auffälligkeit in der Bewegung.“

Männchen sind in freier Wildbahn Einzelgänger, Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs in größeren Gruppen. Nach einer Tragzeit von zehn bis elf Wochen bringen sie drei bis sieben Junge zur Welt.

Hinweis: Laut dem Infektionsschutzgesetz des Bundes, welches am 23.4.2021 in Kraft trat, darf der Zoo weiterhin geöffnet bleiben. Ein Besuch ist derzeit nur mit vorab gebuchtem Online-Ticket sowie einem negativen Corona-Test bzw. dem Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung möglich. Aktuelle Informationen dazu gibt es auf www.zoo-dresden.de

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

Hier geht es zur Zoowelt auf sächsische.de