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Kino, Ausstellungen, Gespräche: im Dreiländereck ist was los!

Vom 16. bis 19. September geht das Neiße Filmfestival in seine 18. Auflage. Und unter dem Titel "Mother Europe" erwartet Sie etwas ganz Großes.

© Hannes Rönsch

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie musste der Festivaltermin auch in diesem Jahr vom Mai in den September verschoben werden. Das Publikum in der Dreiländerregion an der Neiße erwarten an vier Festivaltagen über 60 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in drei Wettbewerben und begleitenden Filmreihen und ein vielseitiges Rahmenprogramm.

Spielfilm, Doku oder doch lieber Kurzfilm?

Eröffnet wird das 18. Neiße Filmfestival am 16. September mit dem thematisch zur diesjährigen Fokus-Reihe passenden Film „Je suis Karl“ (DE/CZ, 2020) von Christian Schwochow, der zeitgleich in drei deutschen Kinos zu sehen ist. Im Hauptwettbewerb des Festivals um den besten Spielfilm treten je drei Produktionen aus Deutschland, Polen und Tschechien an, die u.a. Geschichten von jugendlichen Lebenswelten und über das Heranwachsen erzählen. Der Gewinnerbeitrag wird am Ende mit dem mit 10.000 Euro dotierten „Drei-Länder-Filmpreis“ der sächsischen Kulturministerin ausgezeichnet. Auch im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm gehen insgesamt neun Produktionen, die sich kritisch mit dem Verhältnis zwischen Generationen oder zwischen Menschen und Natur auseinandersetzen, ins Rennen. Der Preis ist hier mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Standortkampagne „So geht sächsisch.“ gestiftet. Der Kurzfilm-Wettbewerb beim Neiße Filmfestival, für den der Studierendenrat der Hochschule Zittau/Görlitz ein Preisgeld von 1.000 Euro stiftet, umfasst 2021 wieder eine große künstlerische Bandbreite mit Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Animationen, die sich auf vielfältige Weise mit Menschen in Ausnahmesituationen befassen.

Um diese begehrten "Neiße Fische" kämpfen die Teilnehmer mit ihren Filmen in den Rubriken Kurzfilm, Dokumentation und Spielfilm.
Um diese begehrten "Neiße Fische" kämpfen die Teilnehmer mit ihren Filmen in den Rubriken Kurzfilm, Dokumentation und Spielfilm. © Hannes Rönsch

"Mother Europe" - was Europäer verbindet

Unter dem Titel „Mother Europe“ richtet das 18. Neiße Filmfestival seinen Blick auf das, was Europäer verbindet – auf die Wurzeln der europäischen Idee, was Europa heute ausmacht und wie eine Zukunft Europas aussehen könnte. Das Filmfest an der Neiße steht in seiner Trinationalität von Beginn an für ein offenes, sozial gerechtes und tolerantes Europa. Wohlstandsgefälle, Demokratiedefizite und nationalistisches Denken stellen diese Vision jedoch in Frage und gefährden lange als selbstverständlich geltende Freiheiten. Dieser Auseinandersetzung möchte sich das Festival mit seiner diesjährigen Fokus-Reihe nähern und aus der Mitte Europas heraus zum gesellschaftlichen Diskurs beitragen. Zum Programm gehört dabei u.a. eine Lesung mit Navid Kermani am 17. September im Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau.

Daneben stehen in der Reihe „Regionalia“ aktuelle Beiträge von regionalen Filmschaffenden auf dem Programm, die sich dem Leben an der Grenze und dem sorbischen Film widmen. Außerdem sind an den vier Festivaltagen Filmklassiker wie „My Fair Lady“ (1964) oder „Spartacus“ (1960) im 35mm- bzw. 70mm-Format, der deutsch-tschechisch-slowakische Kinderfilm „Sommer-Rebellen“ (2020) sowie Programmkino-Highlights aus Deutschland, Polen und Tschechien zu sehen. Und eine Retrospektive zeigt zwei Filme der Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Neiße Filmfestivals, der tschechischen Dokumentarfilm-Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková.

Die tschechische Dokumentarfilm-Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková ist die Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Neiße Filmfestivals.
Die tschechische Dokumentarfilm-Regisseurin und Drehbuchautorin Helena Třeštíková ist die Ehrenpreisträgerin des diesjährigen Neiße Filmfestivals.

Die feierliche Preisverleihung findet am 18. September im Filmtheater Ebersbach statt. Mit den Neiße-Fischen prämiert werden hier neben den besten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen auch die beste darstellerische Leistung, das beste Drehbuch und das beste Szenenbild. Außerdem vergibt der Filmverband Sachsen einen Spezialpreis an einen Film aus dem gesamten Festivalprogramm, welcher sich dem Verständnis der Nachbarschaft von Deutschland, Polen und Tschechien widmet.

Gelebtes Europa in der Dreiländerregion an der Neiße

Seit 2004 präsentiert das Neiße Filmfestival jährlich im Mai in der Dreiländerregion zwischen Deutschland, Polen und Tschechien aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Was mit der Idee begann, Filme in drei Ländern zu zeigen, hat sich zu einer kulturellen Brücke für Filmfans und Programmkinos aus den drei Nachbarländern entwickelt und ist inzwischen wichtiger Treffpunkt für nationale und internationale Filmschaffende und Vertreter*innen der Filmwirtschaft. Jedes Jahr richtet das Filmfestival den Blick auf Bezüge und Beziehungen zwischen den Völkern Osteuropas und auf die jeweilige filmische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Das länderübergreifende Programm bietet neben drei Wettbewerben und verschiedenen Filmreihen auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Partys.

Das komplette Programm und aktuelle News zum Neiße Filmfestival gibt es hier.

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