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Kuschliger Nachwuchs bei den Präriehunden

Ein reicher „Kindersegen“ macht die Anlage neben dem Terrarium zum Publikumsmagneten.

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Drei der derzeit rund 30 Präriehunde, die im Zoo Dresden beobachtet werden können
Drei der derzeit rund 30 Präriehunde, die im Zoo Dresden beobachtet werden können © Foto: Steffen Unger

Mindestens ein Dutzend kleiner Fellknäuel wuselt derzeit durch die Anlage der Schwarzschwanz-Präriehunde neben dem Terrarium. „Mitte Mai habe ich die ersten Jungtiere im Freien gesehen“, berichtet Tierpfleger Michael Scheffert. „Das heißt, dass sie im März geboren wurden.“ Denn Präriehunde kommen im unterirdischen Bau zur Welt und werden dort eineinhalb bis zwei Monate lang von der Mutter gesäugt, bevor sie auch die „Außenwelt“ erkunden.

Irreführender Name

Mittlerweile frisst der Nachwuchs schon fleißig Gras und knabbert zwischendurch an Gemüse wie Sellerie, Kohlrabi, Möhren und Pastinaken. „Außerdem geben wir den Tieren Äste und Zweige, damit sie ihre Zähne abnutzen können“, so Scheffert. „Denn Präriehunde sind Nagetiere und unter anderem mit den doppelt so großen Alpenmurmeltieren verwandt.“

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Zwei Paare und vier Eier im Zoo Dresden
Zwei Paare und vier Eier im Zoo Dresden

Die Humboldtpiguine finden in ihrem Zuhause jetzt noch bessere Brutplätze vor. Vor zwei Wochen wurde das große Becken in der Außenanlage abgelassen und gereinigt.

Ähnlich wie bei diesen hält auch bei den Präriehunden ein „Wächter“ Ausschau nach Feinden und stößt einen Warnruf aus, wenn beispielsweise Raubvögel über der Anlage kreisen. Der Ruf erinnert entfernt an ein Bellen und brachte den Tieren den irreführenden Namen ein. „Die Zoobesucher dagegen verwechseln die Präriehunde eher mit den Erdmännchen“, sagt Michael Scheffert. „Das liegt sicher an der oft aufrechten Haltung und dem schlanken Körperbau.“

Unterirdische Gänge

Ihren natürlichen Lebensraum haben Präriehunde in den Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas, wo sie in großen Kolonien anzutreffen sind. Zum Schutz vor Feinden und Kälte graben sie bis zu zehn Metern lange Gänge mit mehreren Kammern. Auch im Zoo Dresden, so der Tierpfleger, ist die Anlage großflächig unterhöhlt.

Schwarzschwanz-Präriehunde werden – in wechselnder Anzahl – schon lange im Zoo Dresden gehalten. Erst im vergangenen Jahr kamen jeweils fünf Weibchen und Männchen aus dem Zoo Schwerin, um die klein gewordene Gruppe zu verstärken und für quirliges Leben auf der Anlage zu sorgen.

Sie wollen bei der Abstimmung zum Tier des Monats Juli mitmachen? Dann hier entlang.

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

Hier geht es zur Zoowelt auf sächsische.de