Anzeige

Die neuen Meister in Dresden

Ihr Atelier ist die Werkstatt, ihre Leinwand das Holz: Junge Tischler zeigen mit ihren Gesellen- und Meisterstücken, wie modern traditionelles Handwerk sein kann.

Eine Schlafzimmereinrichtung im "Hygge-Stil" hat Chris-Albert Gebhardt zum Abschluss seiner Ausbildung als Tischler hergestellt.
Eine Schlafzimmereinrichtung im "Hygge-Stil" hat Chris-Albert Gebhardt zum Abschluss seiner Ausbildung als Tischler hergestellt. © Foto: Matthias Ander

Sachsen hat zehn neue Tischlermeister: Bei einer Ausstellung in der Messe Dresden präsentierten die frischgebackenen Handwerksmeister geladenen Gästen ihre Meisterstücke, die das Ergebnis von hunderten Arbeitsstunden sind. Auffallend ist dabei die Kombination des traditionellen Handwerks mit modernen Designs und Funktionen, wie etwa eine integrierte LED-Beleuchtung, die per App reguliert werden kann. Außerdem zeigten die Teilnehmer des Kreativkurses der Tischler ihre Gesellenstücke. In der Bildergalerie wird eine Auswahl der Werke vorgestellt. 

Benjamin Stamer, Meisterstück "Per App abschließbare Bar": Dieses besondere Barmöbel lässt sich per Smartphone steuern. Über eine App kann die Bar
abgeschlossen werden und das eingebaute Licht gedimmt
werden. 93 von 100 möglichen Punkten erhielt der Oberlausitzer für
sein Meisterstück. „Mein Sohn ist neun Jahre alt – daher die Idee mit
der abschließbaren Bar. Und ein Smartphone hat heutzutage jeder immer
dabei“, sagt Benjamin Stamer.
Benjamin Stamer, Meisterstück "Per App abschließbare Bar": Dieses besondere Barmöbel lässt sich per Smartphone steuern. Über eine App kann die Bar abgeschlossen werden und das eingebaute Licht gedimmt werden. 93 von 100 möglichen Punkten erhielt der Oberlausitzer für sein Meisterstück. „Mein Sohn ist neun Jahre alt – daher die Idee mit der abschließbaren Bar. Und ein Smartphone hat heutzutage jeder immer dabei“, sagt Benjamin Stamer. © Foto: Matthias Ander
Chris-Albert Gebhardt, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Hygge Massivholzbett": Das Gesellenstück verfügt über vier Bettkästen und wirkt dennoch wohnlich, leicht und gemütlich. Die Bettkästen können über einen Taster bequem geöffnet werden. Die integrierten Bettlampen sind mit warmen LED ausgestattet und können einfach ein- und ausgeklappt werden. Im gleichen "Hygge"-Stil hat der Vogtländer im Kreativkurs dazu passend eine Vollholz-Wiege und einen Schrank gebaut.
Chris-Albert Gebhardt, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Hygge Massivholzbett": Das Gesellenstück verfügt über vier Bettkästen und wirkt dennoch wohnlich, leicht und gemütlich. Die Bettkästen können über einen Taster bequem geöffnet werden. Die integrierten Bettlampen sind mit warmen LED ausgestattet und können einfach ein- und ausgeklappt werden. Im gleichen "Hygge"-Stil hat der Vogtländer im Kreativkurs dazu passend eine Vollholz-Wiege und einen Schrank gebaut. © Foto: njumii/Cynthia Meißner
Chris-Albert Gebhardt, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Schrank mit versenkbaren Türen": Der Clou an diesem Werkstück, das unter dem Motto "Top secret" entstand, sind die komplett versenkbaren Türen, so dass man nicht mehr um offene Türen herumlaufen muss. Der Schrank wirkt dann wie ein Regal. Außerdem ist ein drehbares Schubfach-Element mit einem Geheimversteck integriert: Nach einem Dreh um die eigene Achse zeigt sich hinten ein zweites Schubladenelement mit zwei Fächern.
Chris-Albert Gebhardt, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Schrank mit versenkbaren Türen": Der Clou an diesem Werkstück, das unter dem Motto "Top secret" entstand, sind die komplett versenkbaren Türen, so dass man nicht mehr um offene Türen herumlaufen muss. Der Schrank wirkt dann wie ein Regal. Außerdem ist ein drehbares Schubfach-Element mit einem Geheimversteck integriert: Nach einem Dreh um die eigene Achse zeigt sich hinten ein zweites Schubladenelement mit zwei Fächern. © Foto: njumii/Cynthia Meißner
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Die Idee zum Gesellenstück hatte der gelernte Kinderkrankenpfleger durch seinen Gastvater in Australien, der ein ähnliches Möbelstück besaß. Das besondere ist die dreieckige Form - dadurch finden die Platten gut Platz und können gleichzeitig "durchgeblättert" werden, ohne dass immer ein ganzer Stapel in die Hand genommen werden muss.
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Die Idee zum Gesellenstück hatte der gelernte Kinderkrankenpfleger durch seinen Gastvater in Australien, der ein ähnliches Möbelstück besaß. Das besondere ist die dreieckige Form - dadurch finden die Platten gut Platz und können gleichzeitig "durchgeblättert" werden, ohne dass immer ein ganzer Stapel in die Hand genommen werden muss. © Foto: Matthias Ander
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Sämtliche Kabel und Anschlüsse des Plattenspielers sind im Tischbein versteckt. "Die Herausforderung war, am Computer alles zu zeichnen und zu konstruieren, das dann aber auch handwerklich gut umzusetzen", sagt Christoph Lindner.
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Sämtliche Kabel und Anschlüsse des Plattenspielers sind im Tischbein versteckt. "Die Herausforderung war, am Computer alles zu zeichnen und zu konstruieren, das dann aber auch handwerklich gut umzusetzen", sagt Christoph Lindner. © Foto: njumii/Cynthia Meißner
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Früher haben Röhren die Stromleistung verstärkt, diese sollten auch hier sichtbar werden und so sind sie als Dekoelement mit eingebaut - im Dunkeln kann man ihr Glimmen gut erkennen.
Christopher Lindner, 3. Lehrjahr bei den Deutschen Werkstätten Hellerau, "Plattenspielertisch": Früher haben Röhren die Stromleistung verstärkt, diese sollten auch hier sichtbar werden und so sind sie als Dekoelement mit eingebaut - im Dunkeln kann man ihr Glimmen gut erkennen. © Foto: njumii/Cynthia Meißner
Philipp Hildebrandt, Meisterstück "Werkzeugkiste in Kirschbaum": Der Idee hinter diesem Meisterstück ist der Gedanke, dass es perspektivisch für die eigene Werkstattausstattung und für repräsentative Zwecke zum Beispiel auf Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen wirken soll. Die Werkzeugkiste ist auf Tischhöhe aufgebockt, lässt sich aber auch im Fußgestell zum Transport verstauen und kann dann unter anderem aufgrund der gebogenen Beine nicht verrutschen.
Philipp Hildebrandt, Meisterstück "Werkzeugkiste in Kirschbaum": Der Idee hinter diesem Meisterstück ist der Gedanke, dass es perspektivisch für die eigene Werkstattausstattung und für repräsentative Zwecke zum Beispiel auf Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen wirken soll. Die Werkzeugkiste ist auf Tischhöhe aufgebockt, lässt sich aber auch im Fußgestell zum Transport verstauen und kann dann unter anderem aufgrund der gebogenen Beine nicht verrutschen. © Foto: Matthias Ander
Philipp Hildebrandt, Meisterstück "Werkzeugkiste in Kirschbaum": Die Schubladen werden auf doppelten Vollauszügen geführt. Die halbrunden Griffleisten ergeben mit den Knäufen wieder eine ebene Fläche. Ein magnetischer, doppelt greifender Schließmechanismus sorgt für sicheren Halt beim Transport. "Die Herausforderung war, das Werkstück filigran aussehen zu lassen, aber in der Konstruktion zu bedenken, dass durchaus schweres Werkzeug darin Platz finden muss", sagt Philipp Hildebrandt über seine Arbeit.  
Philipp Hildebrandt, Meisterstück "Werkzeugkiste in Kirschbaum": Die Schubladen werden auf doppelten Vollauszügen geführt. Die halbrunden Griffleisten ergeben mit den Knäufen wieder eine ebene Fläche. Ein magnetischer, doppelt greifender Schließmechanismus sorgt für sicheren Halt beim Transport. "Die Herausforderung war, das Werkstück filigran aussehen zu lassen, aber in der Konstruktion zu bedenken, dass durchaus schweres Werkzeug darin Platz finden muss", sagt Philipp Hildebrandt über seine Arbeit.   © Foto: njumii/Cynthia Meißner
Hans Schalling, Meisterstück "Schwenkbarer Multiplex-Schreibtisch": Für den Dresdner soll der Meisterbrief im Tischlerhandwerk erst der Anfang sein. Der Dresdner wird ein Studium der Religions- und Gemeindepädagogik an der Evangelischen Hochschule Moritzburg anfangen. „Ich bin aktiv im Verein Stoffwechsel e.V. in Dresden tätig, der sich der Förderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben hat“, erläutert der 24-Jährige. „In der Tischlerwerkstatt des Vereins, in dem auch mein Meisterstück entstanden ist, will ich Kindern auch künftig Freude am Handwerk vermitteln und mich daher in der Pädagogik weiter fortbilden“.
Hans Schalling, Meisterstück "Schwenkbarer Multiplex-Schreibtisch": Für den Dresdner soll der Meisterbrief im Tischlerhandwerk erst der Anfang sein. Der Dresdner wird ein Studium der Religions- und Gemeindepädagogik an der Evangelischen Hochschule Moritzburg anfangen. „Ich bin aktiv im Verein Stoffwechsel e.V. in Dresden tätig, der sich der Förderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben hat“, erläutert der 24-Jährige. „In der Tischlerwerkstatt des Vereins, in dem auch mein Meisterstück entstanden ist, will ich Kindern auch künftig Freude am Handwerk vermitteln und mich daher in der Pädagogik weiter fortbilden“. © Foto: njumii/Cynthia Meißner

Meister- und Kreativkurse

Die zehn neuen Tischlermeister haben  in den vergangenen zwölf Monaten in njumii – das Bildungszentrum des Handwerks in einem Vollzeitkurs ihre Meisterausbildung gemacht. Parallel bietet njumii auch für die besten Auszubildenden im dritten Lehrjahr  sogenannte Kreativkurse an - bereits hier können die Meister von morgen zu vorgegebenen und selbst gewählten Themen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. 

Anzeige
Persönliche Karriereberatung
Persönliche Karriereberatung

Die Mitarbeiter in njumii - Bildungszentrum des Handwerks helfen bei Fragen rund um Weiterbildung und Karriereplanung. Ein Interview mit Claudia Lösche.

In wenigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr zum Tischler für Schulabgänger. Und auch für neue angehende Meister gibt es im November den nächsten Kurs am njumii-Standort in Pirna.

Kontakt

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks
Handwerkskammer Dresden

Am Lagerplatz 8
01099 Dresden

Tel.: 0351-4640100
[email protected]

Informationen zu den nächsten Kursen und Terminen gibt es auf njumii.de/Kurssuche

Hier gelangen Sie zur Unternehmenswelt von njumii - das Bildungszentrum des Handwerks.