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Neu im Stadtzentrum: fantastische Skulpturen aus Tschechien überraschen Besucher

Das Deutsch-tschechische Kunstfestival lädt ab dem 24. Juni dazu ein, Skulpturen und Installationen an tollen Orten zu entdecken.

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Den Auftakt der Tschechischen Saison bildet "Relocated": Ab dem 24. Juni 2022 können elf Werke zeitgenössischer tschechischer Künstler*innen auf dem Georg-Treu-Platz, der Brühlschen Terrasse und in der Altstadt entdeckt werden.
Den Auftakt der Tschechischen Saison bildet "Relocated": Ab dem 24. Juni 2022 können elf Werke zeitgenössischer tschechischer Künstler*innen auf dem Georg-Treu-Platz, der Brühlschen Terrasse und in der Altstadt entdeckt werden. © Michal Gabriel Mission © Michal Gabriel, Foto: SKD, K. Renner

Mit der Tschechischen Saison richten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gemeinsam mit verschiedenen Partnerinstitutionen aus Deutschland und Tschechien in der Zeit vom 24. Juni bis 31. Dezember 2022 ein Kunstfestival aus, das grenzüberschreitende Begegnungen in den Bereichen Kunst und Kultur in den Vordergrund stellt.

Die Präsentation zeitgenössischer tschechischer Künstler*innen im öffentlichen Raum unter dem Titel „Relocated“ bildet den Auftakt der Tschechischen Saison. Die Ausstellung im Außenbereich ist kostenfrei.

Insgesamt werden elf Werke bzw. Werkgruppen von sieben Künstler*innen präsentiert. Die Schau verbindet drei Generationen von zeitgenössischen Künstler*innen Tschechiens verschiedener Disziplinen, die in ihren Werken traditionelle Bedeutungen und künstlerische Praktiken verlagern, neu schichten und transformieren.

Facettenreiche Imagination

Imagination kann Utopien schaffen, Realitäten verändern, anti-autoritär, subversiv oder poetisch sein. Das erkannten schon die französischen Surrealisten vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch ihr letzter Vertreter, der tschechische Filmemacher, Poet und Künstler Jan Švankmajer (*1934 in Prag), verstand, dass die Imagination den Menschen definiert. Sein Leitspruch „Alle Macht der Imagination!” fängt die phantastisch-lyrische Poetik zeitgenössischer Künstler*innen aus Tschechien ein, die auf der avantgardistischen Kunsttradition der Zwischenkriegszeit beruht. Sie spiegelt die Einzigartigkeit der künstlerischen Techniken jener Zeit wider, die von einer starken Bildsprache und einer ungezügelten Vorstellungskraft geprägt sind.

Michal Gabriel (*1960 in Prag) gilt als Pionier neuer Praktiken mit digitalen Technologien, ohne dabei seine Faszination für die Figur als wesentliche Aufgabe der bildhauerischen Arbeit aufzugeben. Er war Teil der Künstlergruppe Tvrdohlaví („Die Hartnäcki
Michal Gabriel (*1960 in Prag) gilt als Pionier neuer Praktiken mit digitalen Technologien, ohne dabei seine Faszination für die Figur als wesentliche Aufgabe der bildhauerischen Arbeit aufzugeben. Er war Teil der Künstlergruppe Tvrdohlaví („Die Hartnäcki © Michal Gabriel Buddha © Michal Gabriel, Foto: Foto: SKD, K. Renner

Es ist für jeden etwas dabei!

Das Kunstfestival hat sich vier Programmschwerpunkte gesetzt. Künstler der zeitgenössischen Kunstszene Tschechiens präsentieren in deren Rahmen ihre Werke: Von Ausstellungen analoger und hybrider Art, Theater- und Filmaufführungen, Konzerten, über Lesungen und künstlerische Performances, bis hin zu Audioführungen durch (scheinbar) altbekannte Sammlungen der SKD.

#1 Eröffnung Außenausstellung "Relocated"

Eröffnung des ersten Teils der Tschechischen Saison, die Außenausstellung "Relocated". Die skulpturale Installation im öffentlichen Raum zeigt Werke von sieben Künstler*innen. Čestmír Suška, František Skála und Michal Gabriel trafen sich , Milena Dopitová, David Černý, Krištof Kintera und Jakub Nepraš.

  • Wann: ab Freitag, 24.06., 13.00 Uhr
  • Wo: Georg-Treu-Platz, Brühlsche Terrasse, Altstadt

#2 Sommer der Künste – Theater, Lesungen, Gespräche, Film und Musik

  • Wann: ab Donnerstag, 04.08.2022
  • Wo: im Japanischen Palais, auf dem Georg-Treu-Platz u.a.

#3 Oase der Imaginationen – Deutsch-Tschechisches Kultur-Chillout

  • Wann: Samstag und Sonntag, 20.–21.08.2022
  • Wo: auf dem Georg-Treu-Platz u.a.

#4 Alle Macht der Imagination! – Ausstellung für zeitgenössische Kunst

  • Wann: ab Freitag, 11.11.2022
  • Wo: in der Kunsthalle im Lipsiusbau u.a.
Krištof Kintera (*1973 in Prag) ist einer der prominentesten Vertreter der Künstlergeneration, die sich zunehmend der Grenzen des zivilisatorischen Fortschritts bewusst wird und auf die unabsehbaren Folgen menschlichen Handelns für unsere Umwelt aufmerksa
Krištof Kintera (*1973 in Prag) ist einer der prominentesten Vertreter der Künstlergeneration, die sich zunehmend der Grenzen des zivilisatorischen Fortschritts bewusst wird und auf die unabsehbaren Folgen menschlichen Handelns für unsere Umwelt aufmerksa © Krištof Kintera My Light is Your Light, 2008 © ARTEFIN COLLECTION s.r.o., Foto: SKD, K. Renner

Internationale Kulturbegegnungen fördern

Dem tschechisch-deutschen Kunsthistoriker und Head of International Affairs der SKD (seit 2021) Jiří Fajt ist die Entwicklung internationaler Kooperationsinitiativen und Partnerschaften, insbesondere im Bereich Ostmitteleuropa, von großer Bedeutung: „Wir wollen auf die außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen tschechischer Künstler*innen aufmerksam machen und Begegnungen von Kunstschaffenden und Akteur*innen auf einem international sichtbaren Feld ermöglichen.", so Fajt. Er möchte deshalb mit der "Tschechischen Saison" ein neues Format etablieren, "um Kulturbegegnungen zwischen Deutschland, Tschechien, Polen und anderen osteuropäischen Ländern in den Bereichen Kunst und Kultur zu ermöglichen.", so der Head of International Affairs des SKD.

Der Zeitraum ist dabei ganz bewusst parallel zur tschechischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union von Juli bis Dezember 2022 gewählt worden. Die Präsidentschaft übernimmt jeder Mitgliedstaat turnusmäßig für sechs Monate. Dieses Jahr folgt die Tschechische Republik auf Frankreich, bevor der Staffelstab im Januar 2023 an Schweden weitergegeben wird.

Die Künstlerin Milena Dopitová (*1963 in Šternberk) erzählt vom Wandel der Stadt und Problemen der Gentrifizierung, wenn sie banale Motive unseres Alltags provokant in ungewohnte Zusammenhänge stellt und so zum Nachdenken über den (Un-)Sinn menschlichen H
Die Künstlerin Milena Dopitová (*1963 in Šternberk) erzählt vom Wandel der Stadt und Problemen der Gentrifizierung, wenn sie banale Motive unseres Alltags provokant in ungewohnte Zusammenhänge stellt und so zum Nachdenken über den (Un-)Sinn menschlichen H © Milena Dopitová Hasn't There Been a Better Bad Idea? 2019 © Milena Dopitová, Foto: SKD, K. Renner

Veranstalter

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden
Telefon: 0351 / 49 14 - 2000
Mail: [email protected]

www.skd.museum

Mitveranstalter der Tschechischen Saison:

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfond und Studio Bubec Praha