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Tierporträt: Der Kahlkopfrapp

Die sechs Kahlkopfrapps haben in ihrer neuen Anlage im Zoo Dresden optimale Bedingungen.

Markanter Vogel: der Kahlkopf- oder auch Glattnackenrapp
Markanter Vogel: der Kahlkopf- oder auch Glattnackenrapp © Foto: Thorsten Eckert

Ihr schwarzes Gefieder schimmert im hellen Sonnenlicht bläulich, wenn sie majestätisch durchs hohe Gras ihrer Voliere schreiten. Schnabel, Beine und die namensgebende Kappe der Kahlkopfrapps kontrastieren in kräftigem Rot. „Die gefährdete Art kommt nur in einem kleinen Teil des südlichen Afrika vor“, sagt Zookurator Matthias Hendel. „Sie ist vergleichbar mit dem bekannteren, aber auch unauffälligeren Waldrapp der Alpen.“ Kahlkopfrapps werden in europäischen Zoos eher selten gehalten.

Gras und Felsen

In Dresden sind die attraktiven Vögel seit 2017 zu sehen – bis vor kurzem in der Flugvoliere der Störche. Nach dem Umzug der Roten Sichler wurde deren ehemalige Anlage für die Kahlkopfrapps hergerichtet. „Dort haben sie optimale Bedingungen“, so Hendel weiter. „Wie in ihrer natürlichen Heimat finden sie Gras zum Durchstreifen und Felsen zum Brüten vor.“ Die Chancen auf Nachwuchs stehen relativ gut: Denn in der Voliere leben jeweils drei junge, geschlechtsreife Männchen und Weibchen. Zwar haben sie in diesem Jahr bereits Nistmaterial in die Brutkisten auf den Felsen gebracht. Doch für die richtige Brutstimmung, so vermutet der Zookurator, habe möglicherweise stimulierender Sonnenschein gefehlt.

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Eine lange Kindheit
Eine lange Kindheit

Auch mit knapp sechs Jahren wird Orang-Utan-Jungtier Dalai noch intensiv von seiner Mutter im Zoo Dresden umsorgt.

Zu den Kahlkopfrapps gesellen sich in der Anlage Rotschwingenstare, die aus derselben Region kommen, sich aber an unterschiedlichste Lebensräume anpassen. Dritte im Bunde sind die ebenfalls aus Afrika stammenden Hottentottenenten. Sie können auf dem einst für die Roten Sichler angelegten kleinen Teich schwimmen.

„Wir achten darauf, dass jede Art ihre Rückzugsorte hat und nur das für sie bestimmte Futter erhält“, betont Hendel. So werden Mehlwürmer und Insekten für die Kahlkopfrapps so platziert, dass diese nur mit ihren langen Schnäbeln herankommen – was gleichzeitig noch Beschäftigung für die neugierigen, verspielten Vögel ist. „Die Stare würden sonst alles wegfressen, was sie kriegen können.“

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon: 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

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