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Tierporträt: Etruskerspitzmaus

Etruskerspitzmäuse gelten als kleinste Säugetiere der Welt. Drei Weibchen sind im Zoo unter der Erde zu sehen.

Eine Etruskerspitzmaus in der ruhigen Zuchtanlage hinter den Kulissen
Eine Etruskerspitzmaus in der ruhigen Zuchtanlage hinter den Kulissen © Foto: Thorsten Eckert

Die kleinsten Säugetiere der Welt haben bei der Abstimmung zum Tier des Monats Juli die meisten Stimmen erhalten - und einen enormen Energiebedarf: Etruskerspitzmäuse verputzen täglich das Eineinhalbfache ihres Körpergewichts. Kein Wunder, denn sie wuseln ununterbrochen umher, und ihr Herz schlägt 1.500-mal pro Minute. Gefüttert werden die zwei bis drei Gramm „schweren“ und mit Schwanz nur fünf Zentimeter langen Winzlinge im Zoo Dresden mit Mehlwürmern und Heimchen. „Als kleine ,Räuber‘ fressen sie nur lebende Nahrung“, sagt Kurator Matthias Hendel. „Sie jagen Insekten und Asseln regelrecht und knacken den Chitinpanzer mit ihren vielen spitzen Zähnen.“

In der Schauanlage im Zoo unter der Erde sind derzeit drei Spitzmaus-Weibchen zu sehen; die Zuchtpaare leben in einem ruhigen Raum hinter den Kulissen. „Dort bauen sie in Steinen mit Hohlräumen ihre Nester“, berichtet Hendel. „Nach knapp vier Wochen Tragzeit bringen die Weibchen zwei bis sechs Junge zur Welt.“ Wenn sie das Nest verlassen, sei manchmal das sogenannte Caravaning zu beobachten: Indem sich die Tiere gegenseitig in die Schwanzwurzel beißen, bilden sie eine Kette, die von der Mutter angeführt wird. „In der freien Natur tun sie das bei Gefahr oder Ortswechsel“, so der Kurator. Dort halten sie sich übrigens am liebsten nah an der Erde unter Laub, Moos und Rinde auf.

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Familienmodelle der Natur
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Steppenzebras, Zebramangusten und Nandus ziehen ihren Nachwuchs ganz unterschiedlich auf.

Wenig erforscht

Seit vor vier Jahren die ersten Etruskerspitzmäuse von der Humboldt-Universität Berlin kamen, konnten sich die Dresdner Tierpfleger schon oft über Nachwuchs freuen – der dann meist an andere Zoos oder private Halter abgegeben wird. Im Gegenzug erhält das Revier ab und an neue Zuchttiere aus Berlin oder Görlitz.„Das Verhalten von Etruskerspitzmäusen ist wenig erforscht“, sagt Hendel. „Unsere Tierpfleger beobachten ihre Schützlinge sehr engagiert und dokumentieren die Erkenntnisse.“ So können sie den neuen Haltern wertvolle Informationen mitgeben.

Kontakt und weitere Informationen

Zoo Dresden GmbH
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden

Telefon 0351 - 47 80 60
[email protected]
www.zoo-dresden.de

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