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Deutschland & Welt

Sonnig, warm und sehr trocken

So viel Sonne gab es seit den Wetteraufzeichnungen noch nie im April. Vielerorts fielen aber zu wenig Niederschläge.

Wonnemonat April: Vor der Kulisse Dresdens blühen im Elbland die Kirschen.
Wonnemonat April: Vor der Kulisse Dresdens blühen im Elbland die Kirschen. © Ronald Bonß

Offenbach. Der April 2020 war wohl der sonnigste seit Aufzeichnungsbeginn und der dritt-trockenste. Nach der vorläufigen Auswertung der rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdienst (DWD) dürfte es sich zudem um den siebtwärmsten April seit Beginn regelmäßiger Messungen handeln, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Zugleich zeige die Klimastatistik, dass Deutschland nun bereits den zwölften zu trockenen April in Folge erlebe.

Die Schattenseite des sonnigen Aprils: Es ist viel zu trocken.
Die Schattenseite des sonnigen Aprils: Es ist viel zu trocken. © dpa/Robert Michael

Dabei gab es nach DWD-Angaben große Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd sowie Tag und Nacht: Mit 10,5 Grad lag die durchschnittliche Temperatur in Deutschland im April 2020 um 3,1 Grad über dem Wert der internationalen Referenzperiode 1961 - 1990. Verglichen mit der wärmeren Periode 1981 - 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,2 Grad.

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Während am 17. April in Wangerland-Hooksiel nördlich von Wilhelmshaven nur auf 9,2 Grad gemessen wurden, stieg die Temperatur in Waghäusel-Kirrlach, nördlich von Karlsruhe, dagegen auf 26,5 Grad und damit den bundesweit höchsten Wert des Monats. Kältester Ort war zum Monatsbeginn Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit minus 12,0 Grad Nachttemperatur. 

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Der April 2020 wird zwar als zu trocken in Erinnerung bleiben, geht aber feucht zu Ende: Am Donnerstag sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dichte Wolken, schauerartiger Regen und einzelne Gewitter zu erwarten. Im Nachmittag dürfte es im Westen und in der Mitte aber schon wieder weitgehend trocken sein. Mit Höchstwerten zwischen 14 und 19 Grad bleibt es vergleichsweise frisch. (dpa)

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