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Arafat bietet Waffenruhe an

Jerusalem/Ramallah. Ungeachtet eines Waffenruhe-Angebots von Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat Israel seine Militäroperationen gegen militante Palästinenser fortgesetzt. Gestern wurde in Gaza ein Mitglied der radikal-islamischen „Hamas“-Organisation von israelischen Soldaten getötet.

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Jerusalem/Ramallah. Ungeachtet eines Waffenruhe-Angebots von Palästinenserpräsident Jassir Arafat hat Israel seine Militäroperationen gegen militante Palästinenser fortgesetzt. Gestern wurde in Gaza ein Mitglied der radikal-islamischen „Hamas“-Organisation von israelischen Soldaten getötet. Im Westjordanland nahm die Armee sieben Palästinenser fest. In Dschenin (Westjordanland) begann eine umfassende Operation gegen mögliche Selbstmordattentäter.

Arafat hatte Israel am Mittwochabend eine Waffenruhe angeboten. Nach den Worten des Palästinenserpräsidenten versucht die Autonomiebehörde, auch die radikalen Gruppen zur unbefristeten Einstellung der Gewalt zu bewegen. Israel sollte Straßensperren abbauen sowie das „Morden und Zerstören“ unterlassen. Der PLO-Chef sprach sich für die Verwirklichung des internationalen Nahost-Friedensplans aus, den er selbst Anfang des Monats für „tot“ erklärt hatte.

„Hamas“ und „Islamischer Dschihad“ hatten Ende Juni eine einseitige Waffenruhe erklärt. Diese endete jedoch, als ein „Hamas“-Selbstmordattentäter vor einem Monat einen Anschlag mit 23 Todesopfern in Jerusalem verübte und Israel als Vergeltung den „Hamas“-Führer Ismail Abu Schanab in Gaza tötete.

Gestern kam die Führung von Arafats Fatah-Organisation mit dem designierten Ministerpräsidenten Ahmed Kureia zusammen, um eine neue Regierung zu beraten. Ein von Kureia geplantes Notstandskabinett war am Widerstand der Fatah gescheitert. (dpa)