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Arbeit und Bildung

2020 brachte uns mehr Flexibilisierung

Viele Arbeitnehmer wurden in der ersten Jahreshälfte durch die Corona-Maßnahmen aus ihrem Alltag gerissen.

© Bild: Tumisu | Pixabay

Das Arbeiten im gewohnten Büro ist größtenteils nicht möglich gewesen und so wurde auf das Homeoffice ausgewichen. Das Arbeiten aus den eigenen vier Wänden heraus ist für einige eine neue Erfahrung gewesen, die sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich brachten. Wer auf die enge Zusammenarbeit mit seinen Kollegen angewiesen war, nutzte digitale Meetings für den gemeinsamen Austausch.

Das Arbeiten ohne ein Büro ist aber keine neue Erfindung oder erst im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie entstanden. Bereits zuvor nutzten vor allem Freiberufler die Möglichkeit, in Coworking Spaces ihrer Arbeit nachzugehen. 

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Coworking? Was genau ist das?

Der Begriff Coworking bedeutet so viel wie “zusammenarbeiten”. Damit ist nicht das direkte Bewältigen von Aufgaben, sondern unter anderem die Arbeitsweise gemeint. Charaktere aus unterschiedlichsten Fachgebieten arbeiten unabhängig voneinander, aber doch zusammen unter einem Dach. Diese Form der Arbeitsweise hat sich mittlerweile etabliert und das klassische 9 bis 5 Denken zum Teil abgelöst. Vor allem Menschen, die mehr Flexibilität im Arbeitsleben suchen, scheint diese Art der Zusammenarbeit ein fester Bestandteil geworden zu sein. Neben der flexiblen Zeiteinteilung ist aber vor allem der Austausch unter fremden Disziplinen ein wichtiger Aspekt. Andere Sicht- oder Herangehensweisen, die zum Teil zu sehr fruchtbaren Ergebnissen und Zusammenarbeit führen können, sind hier als Argument für das Arbeiten in Coworking Spaces zu erwähnen.

Coworking Spaces

Diese offenen Räumlichkeiten machen es einerseits notwendig kontaktfreudig zu sein. Andererseits fördern Coworking Spaces die Kontaktaufnahme durch gemeinschaftlich genutzte Bereiche. Bei einem Kaffee in der Küche kommt man schnell ins Gespräch und kann sich kurz austauschen. Wer mit vielen Menschen unter einem Dach arbeitet, sollte sich bewusst sein, dass vor allem in Open Spaces eine gewisse Geräuschkulisse herrscht. Typische Geräusche wie das Getippe auf der Tastatur oder Gespräche unter den Coworkern sind allgegenwärtig und können unter Umständen auch mal nerven. Es ist sicherlich ratsam gute Kopfhörer zuzulegen, die die Außengeräusche dämpfen oder filtern. Einige Anbieter von Coworking Spaces bieten auch die Möglichkeit, geschlossene Büros oder gar Tagungsräume anzumieten. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die ihr Unternehmen auf die nächste Ebene katapultieren wollen.

Vorteile von Coworking Spaces

Alle die im Homeoffice arbeiten oder ihr Business in den eigenen vier Wänden aufbauen, wissen wie leicht man sich ablenken lassen kann. Schnell mal die Waschmaschine angeworfen, den Geschirrspüler ausgeräumt oder Pakete für den Nachbarn angenommen. Der Fokus auf die eigentliche Arbeit ist dahin und darunter leidet die Qualität. Coworking Spaces haben neben den bereits genannten Vorteilen wie fachübergreifende Zusammenarbeit oder flexibler Zeiteinteilung noch weitere Vorzüge. Büroflächen anzumieten ist sehr kostspielig und meist mit einer nicht zu unterschätzenden Mindestmietdauer verbunden. Neben den Mietkosten und der Mietdauer kommen in eigens angemieteten Räumlichkeiten noch weitere Aspekte hinzu. Die individuelle Gestaltung der Räume sowie die technische Ausstattung sind dabei Punkte, die auf jeden Fall bedacht werden sollten. Coworking Spaces bieten hingegen flexible Nutzungsarten an. Je nach Anbieter können Sie stunden- oder tageweise die offenen Bereiche nutzen. Oder aber Sie haben eine Mitgliedschaft und zahlen eine monatliche Gebühr und erhalten neben frei wählbaren Tischen weitere Annehmlichkeiten. Freier Kaffee oder soviel Wasser wie Sie benötigen, zum Teil repräsentative Geschäftsadressen, die auch ins Handelsregister eingetragen werden können, freies WLAN und Telefondienste sollen an dieser Stelle nur einige der Vorteile sein.

Für wen ist das flexible Büro etwas?

Die Vorteile eines Coworking Spaces wissen nicht nur Start-ups zu schätzen. Immer mehr Freiberufler, Freelancer und digitale Nomaden nutzen Coworking Spaces als Ersatz für das Homeoffice oder das klassisch eigens angemietete Büro. Aber auch etablierte Unternehmen haben erkannt, welche Vorteile das Coworking mit sich bringt und lassen so ihre Mitarbeiter konzentrierter arbeiten.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Karin Kucher

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