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Wirtschaft

Gehaltslücke ist weiter gewachsen

Noch immer erhalten Frauen bei gleicher Arbeit weniger Geld als Männer. Der Abstand ist sogar größer geworden.

© Symbolbild/www.foto-sampedro.de

Berlin. Die Lücke zwischen Gehältern von Frauen und Männern hat sich einem Bericht zufolge weiter verfestigt. Männer bekämen im Schnitt monatlich 1.192 Euro mehr Bruttogehalt als Frauen, meldeten die Zeitungen des "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND, Mittwoch) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

Die Zahlen aus der neuen Verdienststruktur-Erhebung lägen als Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag der Redaktion vor. Der Durchschnittsverdienst wird demnach mit 2.766 Euro monatlich angegeben. Die Differenz im Gehalt zwischen Männern und Frauen sei insgesamt um vier Euro größer als vor vier Jahren.

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Große Kluft besonders bei Top-Verdienern

Die Kluft zeige sich besonders bei den Top-Verdienern, heißt es. Bei den rund 3,9 Millionen Menschen mit einem Monatsgehalt von mindestens 5.100 Euro seien etwa 3,12 Millionen Männer und nur 802.000 Frauen. Damit stellten die Männer einen Anteil von fast 80 Prozent. Bei den Spitzenverdienern von mindestens 12.100 Euro im Monat seien es 158.000 Männer und 23.000 Frauen.

Umgekehrt seien die Frauen in den unteren Einkommensregionen deutlich überrepräsentiert: Weniger als den Durchschnittsverdienst von 2.766 Euro erhalten demnach rund 12,5 Millionen Frauen und 8,3 Millionen Männer. Das entspreche einem Frauenanteil von 60,1 Prozent.

Wegen einer Zeitverzögerung bei der Meldung der Zahlen stamme die jüngste Erhebung von Ende 2020 und die Daten darin von 2018. Die Erhebung werde alle vier Jahre vorgenommen. (epd)

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