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Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit in Mittelsachsen

Die Arbeitslosenquote ist im April weniger gesunken als im Frühjahr üblich. Wodurch der regionale Arbeitsmarkt unter Druck gesetzt wird.

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Im Landkreis Mittelsachsen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum März dieses Jahres um 0,2 Prozent gesunken
Im Landkreis Mittelsachsen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum März dieses Jahres um 0,2 Prozent gesunken © Daniel Förster

Mittelsachsen. Im Monat April sind in Mittelsachsen 189 Personen weniger arbeitslos gemeldet als noch im März dieses Jahres.

Damit liegt die Arbeitslosenquote im April bei 5,0 Prozent (März: 5,2 Prozent). Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,5 Prozent. Im April waren 7.732 Frauen und Männer arbeitslos (Vormonat 7.921). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 10,1 Prozent beziehungsweise 708 Personen gestiegen.

In der Region Döbeln waren im April 2.517 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 76 weniger als im März. Damit fiel die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat und liegt bei 5,7 Prozent. In Hainichen und Freiberg sank die Arbeitslosenquote um je 0,1 Prozent und liegt in Hainichen bei 4,4 und in Freiberg bei 5,1 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote in allen Regionen des Landkreises. Besonders stark in Freiberg mit 0,8 Prozent.

Fast alle Personengruppen profitieren

„Die Arbeitslosigkeit ist im April erwartungsgemäß gesunken, wenn auch nicht so stark, wie im Frühjahr üblich“, sagte Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg. Bis auf die Gruppe der Ausländer hätten alle Personengruppen von der positiven Entwicklung profitiert, so Heine. Vor allem in den Bereichen Verkehr und Logistik, Bau und Landwirtschaft wurden Stellen vermittelt.

„Den deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit beim Personenkreis der Ausländer mit 120 Prozent verzeichnen wir insbesondere infolge der ukrainischen Fluchtmigration“, sagte Heine. Der andauernde Angriffskrieg auf die Ukraine mit den wirtschaftlichen Folgen sowie die Energiethematik setze den regionalen Arbeitsmarkt unter Druck. „Festzustellen ist, dass die regionalen Betriebe jedoch trotz dieser Unsicherheiten mehrheitlich an ihren qualifizierten Mitarbeitenden festhalten“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung.