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Arbeit und Bildung

Sachsens Betriebe suchen 6000 Nachfolger

Im Jahr 2018 übernahm Christian Haub die alleinige Geschäftsführung bei Tengelmann.

In Sachsen steht in über 6.000 Betriebe ein Generationenwechsel an. Nicht alle Nachfolger wurden bereits gefunden.
In Sachsen steht in über 6.000 Betriebe ein Generationenwechsel an. Nicht alle Nachfolger wurden bereits gefunden. © PR: pixabay / 858265

Sein Bruder, Karl-Erivan Haub, der bis dato Chef des Betriebs war, sei vermutlich bei einer Skitour verunglückt, heißt es. Klar ist das nicht, denn gefunden wurde der reichste Deutsche, Karl-Erivan Haub, nie. Seitdem jedoch kracht es im Unternehmen (und in der Familie), denn die Machtverteilung im Handelskonzern war vor dem Unfall von Haub ungeklärt. Nun steht der Antrag im Raum, Karl-Erivan Haub für tot erklären zu lassen. Die Folge: Frau und Kinder werden so vermutlich zum Verkauf ihrer Unternehmensanteile gezwungen, da die Erbschaftssteuer sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag beläuft.

Hilfe für Betrieb im Umbruch

Um Betriebe im Land vor einem ähnlichen Nachfolge-Drama zu bewahren, wurden bereits im Jahr 2018 Aktionstage initiiert, um den Unternehmern Wege der Unternehmensnachfolge aufzuzeigen. Auch die KP TECH Unternehmensnachfolge unterstützt Betriebe beim Wechsel in der Unternehmensführung – und zwar bereits dann, wenn gar kein Nachfolger in Sicht ist. Das Beraterteam, das sich Fachwissen und Erfahrung in den Themenbereichen Unternehmenskauf, -verkauf, Beteiligungskapitel, Börsengang und Unternehmensbewertung auf die Fahne schreibt, ist auch Spezialist in puncto Unternehmensnachfolge. Wann KP TECH unterstützend eingreift, können die Betriebe in der Region selbst entscheiden. Denkbar ist sowohl die kurzfristige Unterstützung als auch die wohlgeplante, langfristige Planung der Unternehmensnachfolge.

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Umstrukturierungsmaßnahmen, die Leitung und Kapital trennen, können wichtige Wegbereiter sein, um den Unternehmenswert zu steigern und die besten Ausgangsbedingungen für eine Unternehmensnachfolge zu schaffen. Die Einführung eines Management- und Controlling-Systems hilft dem Unternehmer bei der Übergabe und den Nachfolgern bei der Übernahme gleichermaßen. Das modulare Beratungsangebot beginnt mit vorbereitenden Maßnahmen, wie etwa einer Analyse der Ist-Situation sowie der Festlegung von Zielen, Alternativen sowie einem Zeitplan. Anschließend erfolgt die aktive Zeit der Suche. Mit der Entscheidung für einen Nachfolger wird die Übergabe strukturiert, dokumentiert und eingeleitet.

Unter dem Label „Heimat-für-Fachkräfte“ werben darüber hinaus ambitionierte junge Menschen wie Sebastian, der als Fleischer und Betriebswirt die Unternehmensnachfolge in der Landfleischerei & Catering Karl Herzog antritt, darum, sich der Unternehmensnachfolge im Land anzunehmen – wie er selbst. Informationsmaterial gibt es von der sächsischen Staatsregierung, Finanzmittel stellt die Sächsische Aufbaubank zur Verfügung.

Über 6.000 Betriebe im Bundesland suchen nach einem Nachfolger

Natürlich ist die Prominenz und die Größe des Unternehmens Tengelmann ein Grund dafür, warum der Nachfolgekrieg Thema in den Medien ist. Die Nachfolgeregelung per se ist jedoch mitnichten ein Thema, das ausschließlich große Konzerne zu bewerkstelligen haben. In Zahlen bedeutet das: Allein in Sachsen stehen im nächsten Jahr 6.200 Unternehmen vor der Herausforderung (aus Altersgründen) das eigene Unternehmen abzugeben. Damit muss in diesem Bundesland deutlich häufiger die Entscheidung fallen, wie es mit dem Betrieb weitergeht als beispielsweise in Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, heißt es in einer Studie des Institutes für Mittelstandsforschung.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur K.-H. Metz.

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