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SOE: Jetzt suchen viele Firmen Fachkräfte

Die Arbeitslosigkeit sinkt im September von 4,5 auf 4,4 Prozent. Die Corona-Krise trifft eine Gruppe besonders stark.

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Symbolfoto. © Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa

Die Wirtschaft wird noch lange mit den Folgen der Corona-Pandemie und der darin begründeten Einschränkungen zu tun haben. Immerhin gibt es jetzt wieder einmal positive Signale vom regionalen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Arbeitsagentur in Pirna waren zuletzt im Landkreis 5.558 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 221 weniger als vor einem Monat.

Die Arbeitslosenquote sank von 4,5 auf 4,4 Prozent. Vom Rückgang konnten alle Personengruppen profitieren mit Ausnahme der Älteren, deren Arbeitslosigkeit stieg geringfügig an, hieß es weiter. „Auf dem Arbeitsmarkt hat sich nach der Sommerpause eine erste Herbstbelebung eingestellt", sagte die Chefin der regionalen Arbeitsagentur, Regine Hildebrand. Vor einem Jahr gab es im Landkreis 674 mehr Arbeitslose bei einer Quote von 4,9 Prozent. Mittlerweile hat sich die Zahl der Arbeitslosen weiter an das Vorkrisenniveau angenähert. Im Jahr 2019 gab es zu dieser Zeit 5.295 Arbeitslose bei einer Quote von 4,1 Prozent.

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Verlierer der Corona-Krise sind laut Hildebrand Beschäftigte mit geringer Qualifikation und Langzeitarbeitslose. Aber auch in diesem Bereich zeige sich ein gewisser Aufwärtstrend. Für gering Qualifizierte führt der Weg zu einem neuen Job oft über die Weiterbildung. Daher konzentriere man sich wieder darauf, diese Gruppe zu beraten und zu motivieren.

Tatsächlich steigt derzeit die Arbeitskräftenachfrage und vor allem geht es um Tätigkeiten, die spezielle Kenntnisse erfordern. Regine Hildebrand: „Aktuell haben wir mehr freie Arbeitsstellen bei uns gemeldet als je zuvor. Bei acht von zehn dieser Stellen suchen die Unternehmen Fachkräfte." Neue Jobs wurden neben dem verarbeitenden Gewerbe (49) und dem Dienstleistungsbereich (44) insbesondere wieder im Gesundheits- und Sozialwesen (39), im Handel (32), in der öffentlichen Verwaltung (30) sowie im Baugewerbe (27) und im Gastgewerbe (26) registriert. Für die Zeitarbeitsbranche wurden 32 neue Stellen gemeldet.

Insgesamt 331 Stellenzugänge wurden erfasst, sodass der Bestand freier Arbeitsstellen auf einen neuen Höchststand von 2.231 kletterte. Insgesamt gibt es die meisten freien Stellen im verarbeitenden Gewerbe (344), gefolgt von Baugewerbe (251) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (247).

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge schwankte im September zwischen der nach wie vor niedrigsten Quote in Dippoldiswalde, mit lediglich 3,3 Prozent, und der höchsten Quote in der Region Pirna, mit 4,9 Prozent, so die Arbeitsagentur. Verglichen mit dem Vormonat entwickelten sich die Regionen wieder etwas unterschiedlich. So ging die Arbeitslosigkeit von August zu September im Osterzgebirge stärker zurück als in der Sächsischen Schweiz. In allen Regionen war die Arbeitslosigkeit deutlich niedriger als im Vorjahr, wobei es im nahe Dresden gelegenen Raum Freital einen überdurchschnittlich stärkeren Rückgang bei den Arbeitslosen gab. Aktuell beträgt die Quote dort 4,1 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im August. Für Sebnitz weist die Statistik 4,5 Prozent aus. (SZ)

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