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Arbeit und Bildung

Was kommt nach der Arbeit?

Viele ältere Beschäftigte freuen sich auf die Zeit des Ruhestands. Doch auch die sollte vorbereitet werden – damit der Wechsel möglichst stressfrei abläuft.

Freude oder Unsicherheit? Oder beides? Der Übergang in den Ruhestand wirft viele Fragen auf.
Freude oder Unsicherheit? Oder beides? Der Übergang in den Ruhestand wirft viele Fragen auf. © AdobeStock

Mancher bastelt sich einen kleinen Abreißkalender, anderen genügt ein Maßband mit einem Abschnitt für jeden noch verbleibenden Arbeitstag. Wenn der Ruhestand in greifbare Nähe rückt, ändert sich das Leben gravierend. Das ist für viele Beschäftigte mit Freude verbunden – hat man doch endlich genügend Zeit für Hobbys, Familie und Freunde – es kann aber auch Unsicherheit auslösen. Mit so viel freier Zeit muss man schließlich erst umgehen lernen. Was kommt nach dem Berufsleben? Wird der Ruhestand zum Unruhestand? Wie will ich den neuen Freiraum gestalten?

Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen zum Ende ihrer Erwerbsarbeit. Der Gerontologe Dr. Tom Motzek, Projektleiter im Dresdner Kompetenzzentrum für den Übergang in den Ruhestand, sagt: „Jeder Zweite hat noch keine konkreten Pläne, wenn er in diese neue Lebensphase eintritt. Dabei ist die gedankliche Auseinandersetzung ein wichtiger Aspekt, um mit dem Neuland Ruhestand zurechtzukommen. Auch, um nicht in eine Defizitsituation zu rutschen, sondern die gewonnenen Möglichkeiten für sich zu nutzen. Zufriedener zu sein, heißt oft auch gesünder zu sein.“

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Kompetenzzentrum in Dresden

Das Kompetenzzentrum befindet sich in Trägerschaft der AWO Sachsen Soziale Dienste gemeinnützige GmbH und unterstützt im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden Ältere dabei, einen guten Übergang in die arbeitsfreie Zeit zu finden. So werden unter anderem Workshops, Themenwanderungen und Gesprächsrunden organisiert. Ziel ist es, konkrete Angebote zu schaffen, bei denen Menschen die Chance zum Austausch bekommen. Es gehe um Möglichkeiten, von den Gedanken anderer in vergleichbaren Lebenssituationen zu profitieren, heißt es dazu aus der Dresdner Stadtverwaltung. „Es entstehen neue Ideen, Inspiration und Freude auf den Ruhestand können wachsen. Dabei entwickeln sich nicht selten auch Kontakte, die fortbestehen“, so Tom Motzek. Solche sozialen Beziehungen wiederum seien die wichtigste Ressource in der Zeit nach dem Berufsleben. Das Kompetenzzentrum will auch mit persönlichen Beratungsangeboten dabei helfen, neue Perspektiven zu entwickeln und Anregungen für den Ruhestand zu finden. Ergänzend dazu lohnt ein Blick in den „Ruhestandskompass“.

Der vom Sozialamt der Landeshauptstadt Dresden herausgegebene Ratgeber will Orientierung bieten beim Weg in die neue, freie Zeit. Die Broschüre liegt an vielen öffentlichen Stellen in der Landeshauptstadt aus, kann aber auch über das Kompetenzzentrum bezogen werden und ist darüber hinaus auch im Internet abrufbar. Dort gibt es auch einen Überblick über Veranstaltungen, die das Kompetenzzentrum in der nächsten Zeit anbietet und die sich speziell an Menschen im beziehungsweise kurz vor dem Ruhestand richten. So ist für den 19. September eine „Themenwanderung Ruhestand“ geplant. Beim gemeinsamen Wandern können sich die Teilnehmer austauschen und vielleicht sogar Kontakte für künftige private Treffen finden. Treff ist um 10 Uhr an der Haltestelle „Campingplatz Mockritz“ in Dresden-Mockritz. Von dort aus geht es zum Nöthnitzer Schloss, der Eutschützer Mühle und zur Goldenen Höhe. Die Tour dauert etwa fünf Stunden und zeigt Dresden von einer weniger bekannten Seite. Am 16. Oktober führt eine zweite Tour von Nickern aus über die Golberoder Mühle Gaustritz und Sobrigau zurück an den Ausgangspunkt. Los geht es auch hier um 10 Uhr. Startpunkt ist die Haltestelle „Arno-Schellenberg-Straße“ in Dresden-Nickern.

Wem der Sinn weniger nach Wanderungen steht, kann sich eine Workshop-Reihe vormerken, die am 12., 19. und 26. Oktober beim Verein riesa efau an der Adlergasse 14 beziehungsweise am 2., 9. und 16. November in der Volkshochschule an der Annenstraße 10 stattfindet.

Wanderungen und Workshops

Dabei gibt es die Möglichkeit, den Übergang in die Ruhestandphase zu planen und neue Impulse zu bekommen. Letztere will auch die Gesprächsreihe „Mit Lust und Inspiration in den Ruhestand“ bieten. Das Thema der ersten Veranstaltung am 20. September lautet „Was machen Politiker, wenn sie nichts mehr machen? Von der Kunst des würdigen Abdankens“. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit für Fragen, Gespräche und Austausch. Los geht es 14 Uhr im Bürger-Treff „Grunaer Aue“ an der Winterbergstraße 31c. Die Organisatoren freuen sich auf rege Teilnahme - und beraten auch individuell rund um den Ruhestand.

Infos zum Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand gibt es beim Kompetenzzentrum für den Übergang in den Ruhestand, Herzberger Straße 2, in Dresden, per Telefon oder Mail. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei, für die Wanderungen und die Workshops wird um Anmeldung gebeten. Alle Termine und Kontakte gibt es auch online.

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