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Arbeit und Bildung

Wie sieht die ideale Pause aus?

Zu viel Stress, zu wenig Ruhezeiten – gerade in der Pflege war das zuletzt oft Thema. Eine Broschüre will Ansätze bieten.

Im Pflegealltag bleibt oft kaum Zeit für Pausen. Dabei sind die immens wichtig. Eine neue Broschüre will Anhaltspunkte geben.
Im Pflegealltag bleibt oft kaum Zeit für Pausen. Dabei sind die immens wichtig. Eine neue Broschüre will Anhaltspunkte geben. © AdobeStock

Zu wenig Personal, viele Überstunden, Überforderung, Hektik und aufwendige Schreibarbeiten – so sieht die Pflege der Gegenwart aus. Die Pandemie hat das Thema stärker in den Fokus gerückt. Eine neue Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) will Anregungen dafür bieten, wie Pausen wieder stärker und nachhaltiger im stressigen Pflegealltag verankert werden können.

Denn tatsächlich lassen viele Beschäftigte ihre Ruhepausen ausfallen. Im Vergleich zu anderen Branchen nimmt die Alten- und Krankenpflege nach Einschätzung der Arbeitschützer dabei einen Spitzenplatz ein. Als Ursache dafür nennen befragte Pflegekräfte zuerst die hohe Arbeitsbelastung. „Dabei sind Ruhepausen gesetzlich vorgeschrieben, da sie für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie für ihre Leistungs- und Arbeitsfähigkeit bedeutsam sind. Die Pflegebranche ist hierbei besonders gefordert“, heißt es bei der Baua. Bereits jetzt fehlten Fachkräfte sowie Nachwuchs in der Alten- und Krankenpflege, und vorhandene Belegschaften altern. Die Experten sind sich sicher: Gute Arbeitsbedingungen können die Chance auf Nachwuchs erhöhen. Gleichzeitig sind sie Voraussetzung für einen langen Verbleib vorhandener Pflegekräfte im Beruf. Eine effektive Pausengestaltung könne dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Wie diese aussehen kann, zeigt die neue Publikation.

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Tipps für die Praxis

Behandelt werden darin unter anderem Grundprinzipien der Pausenorganisation, Merkmale guter Pausengestaltung, Hinweise für Pflegekräfte sowie Empfehlungen für Führungskräfte.Sie richtet sich vor allem an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie ambulanten Pflegediensten. Angesprochen sind vor allem Beschäftigte in Leitungsfunktionen, im betrieblichen Gesundheitsmanagement, betriebliche Interessenvertretungen, aber auch die Pflegekräfte selbst. (WeSZ)

Broschüre „Pausen in der Pflege gut gestalten“1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2021.

ISBN: 978-3-88261-290-5, Seiten 48, Projektnummer: F 2431, Papier, PDF-Datei, DOI: 10.21934/baua:praxis20200702

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