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Arbeiten auf der Badstraße im Plan

Die wichtige Verbindung in Radeberg kann Ende des Monats wieder frei gegeben werden. Eine andere Baustelle verschwindet sogar noch früher.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Das sieht doch schon mal gut aus: Auf der Badstraße sind die Fräßmaschinen abgerückt, jetzt rollen schon dicke Walzen die Fahrbahn entlang. Und statt der holprigen abgefrästen Straße ist schon wieder ein blaues Band zu sehen. Die Mitarbeiter der Baufirma haben bereits die erste Schicht Asphalt verlegt. Vom Beginn der Sperrung an der Mozartstraße arbeiten sie sich in Richtung Einkaufszentrum vor.

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Allerdings: Schon in einer Woche sollen hier wieder die Autos rollen. Ist das zu schaffen? Jürgen Wähnert von der Stadtverwaltung Radeberg ist da ganz optimistisch. „Die Asphaltarbeiten haben zwar gerade erst begonnen. Aber bis zum vorgesehenen Freigabetermin am Sonnabend, dem 28. Juli, wird die gesamte Straße asphaltiert sein“, sagt er.

Auch alle restlichen Handgriffe wie die Herstellung von Seitenbanketten werden bis zu diesem Tag erledigt sein. „Gut funktioniert hat auch das Zusammenspiel der verschiedenen Gewerke. Bekanntlich wurden während dieser Zeit einige neue Anschlüsse für Wohnhäuser geschaffen. Es gab keine Verzögerungen“, sagt der Stadtsprecher. Seit knapp einem Monat ist das gut 400 Meter lange Straßenstück inzwischen gesperrt. Zwischen dem Abzweig Mozartstraße und der Straße An der Ziegelei war die Schwarzdecke ausgebrochen und musste ersetzt werden. Die Kosten in Höhe von rund 118 000 Euro trägt zu großen Teilen der Freistaat. Die Stadt steuert knapp 11 000 Euro bei.

Bis Ende nächster Woche müssen Autofahrer noch die Umleitungsstrecke nutzen. Sie ist über die Pulsnitzer Straße und die Christoph-Seydel-Straße ausgeschildert. Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass es in den Nachmittagsstunden immer wieder zu Staus kommt. Mitunter ist auf der gesamten Seydelstraße nur Stop-and-go-Verkehr möglich.

Im Wohngebiet Am Silberberg klagen Anwohner über die Verkehrsbelastung. Hier wurde der Sonnenweg zur Einbahnstraße erklärt. Die Fahrtrichtung von der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße in Richtung Badstraße und Einkaufszentrum ist ebenfalls als Ausweichstrecke ausgewiesen. Die Gegenrichtung ist ab dem Sonnenweg allerdings nicht gestattet. An die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde halten sich aber nur wenige Autofahrer. Anfangs fuhren auch viele entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung den Sonnenweg lang. Sogar Lkw rollten in falscher Richtung durch die Einbahnstraße, beobachteten Anwohner.

Entspannung zeichnet sich auch auf einer weiteren für Radeberg wichtigen Baustelle ab. Ab Montag, dem 23. Juli, ist nach den derzeitigen Planungen die B 6 zwischen Rossendorf und Weißig wieder frei. Sie ist momentan noch in Fahrtrichtung Dresdner Innenstadt gesperrt. Auch hier wurde der Asphalt wegen Fahrbahnschäden abgefräst und erneuert. Die Länge der Baustelle betrug gut anderthalb Kilometer. Ab Montag entfällt dann auch die Umleitung über Ullersdorf.

Zurzeit wird der Autoverkehr in Richtung Dresden noch ab der Kreuzung am Schänkhübel über die S 177 bis Radeberg-Süd und weiter über die S 181 bis zum Ullersdorfer Platz in Dresden umgeleitet. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hat hier rund 500 000 Euro investiert. Zuletzt war die Bundesstraße im Sommer vergangenen Jahres halbseitig gesperrt. Im Bereich Weißig wurde ebenfalls der Asphalt erneuert. Er hatte in dem Bereich Risse bekommen und wies zahlreiche Schlaglöcher auf.