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Arbeitgeber-Chef Kramer fordert bei Zuwanderung Klartext

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer fordert von der Bundesregierung eine Offensive für mehr Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer.

Berlin. Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer fordert von der Bundesregierung eine Offensive für mehr Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer. „Die Politik muss offen und ehrlich sagen, dass wir auf eine gesteuerte und gezielte Zuwanderung angewiesen sind, wenn wir unser Wohlstandsniveau halten wollen“, sagte Kramer in Berlin.

Deutschland sei längst ein Zuwanderungsland. „In weiten Teilen der Bevölkerung ist das aber noch nicht akzeptiert“, meinte Kramer. Das liege auch an der Politik: „Wir wissen und sagen nicht, was wir eigentlich wollen. Wollen wir nun den Akademiker oder doch lieber den jungen Menschen, den wir noch ausbilden müssen, oder aber den schon gut qualifizierten Facharbeiter?“ Die Bürger würden Zuwanderung leichter akzeptieren, „wenn sie wissen, wer kommt und nach welchen Kriterien“.

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Unterstützung kam von den Grünen. „Deutschland wird in den nächsten Jahren einen jährlichen Arbeitskräfteeinwanderungsbedarf im sechsstelligen Bereich haben. Entweder die Arbeitskräfte kommen zu uns oder die Wertschöpfung geht zu ihnen“, sagte der innenpolitische Fraktionssprecher Volker Beck. Er regte eine Debatte im Bundestag „über Zuwanderungssteuerung, Aufbau von Integrationskapazitäten und einer einladenden Willkommenskultur“ an.

Kramer kritisierte den CSU-Spruch „Wer betrügt, der fliegt“ im Europa-Wahlkampf: „So ein Satz ist ohne den richtigen Zusammenhang fatal, da er den falschen Eindruck erweckt, dass der größte Teil der Zuwanderer in betrügerischer Absicht käme“, sagte Kramer: „Junge Leute kommen doch nicht zu uns, um uns auf der Tasche zu liegen, die wollen ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben führen.“ (dpa)