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Stadtmarketing finanziert Internetauftritt

Die Arbeitsgruppe will für Döbeln trommeln. Allerdings ist der Slogan nicht gut angekommen.

© VOR Werbeagentur

Von Jens Hoyer

Döbeln. Die Arbeitsgruppe, die sich um das Stadtmarketing kümmert, macht weiter. Das Wichtigste: Die Finanzierung ist geklärt. Auch interessant: Es gibt Einigung über ein neues Logo für Döbeln. Nur für den Slogan muss die beteiligte Werbeagentur neue Ideen entwickeln.

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Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte die Arbeitsgruppe aus Firmen, Vereinen, Verbänden und der Stadtverwaltung damit begonnen, sich Gedanken zu machen, wie Döbeln nach außen bekannter wird und dafür die Dresdner Werbeagentur VOR gewonnen. Erste Ergebnisse wurden im Frühjahr vorgestellt: flotte Werbesprüche, ein Logo, Vorschläge für einen Slogan. Einige kamen an, andere nicht. Als künftiges Logo wurde der Entwurf der Werbefirma für gut befunden. Ein abgewandeltes „Ö“ mit drei Punkten steht nicht nur für den markantesten Vokal in „Döbeln“, sondern auch für die „Stadt der Dreien“ und für das Stadtwappen mit den drei Türmen. Die Linien darunter symbolisieren Landschaft, Fluss und Stadt.

Durchgefallen ist allerdings der Slogan „Mittendrin und vorn dabei.“ Die Werbetexter wollten damit einen Spruch kreieren, über den die Leute stolpern. Allerdings taten das auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe. „Mittendrin gefiel uns nicht. Man ist überall mittendrin, nicht nur in Döbeln. Es hat viele Hinweise und Anregungen für die Agentur gegeben“, sagte Koordinator Reinhard Zerge. Wenn nach dem Logo der Slogan akzeptiert ist, will die Arbeitsgruppe das neue Döbelner „Markenzeichen“ auch den Bürgern vorstellen und sie um ihre Meinung fragen.

Der wichtigste Baustein für das Stadtmarketing wird ein Internetauftritt der Stadt Döbeln. „Man muss auf der Seite finden, was Döbeln lebenswert macht. Welche Dienstleister, Händler und Industrie es hier gibt“, sagte Zerge. Auch Informationen zu Vereinen, Kultur und Wohnen sollen die Nutzer auf der Seite finden. „Wir wollen das alles pfiffig präsentieren“, so Zerge. Die Programmierung der Seite soll die Firma CSB als einheimisches Unternehmen übernehmen. „Einzelne Mitglieder der Arbeitsgruppe werden sich um bestimmten Themen und Inhalte kümmern“, sagte Zerge. Auch vorhandene Internetseiten von Firmen und Einrichtungen können verlinkt werden. „Wir müssen ja nicht das, was schon da ist, neu machen“, sagte Zerge.

Die Mitglieder, darunter die Stadtwerke, der Stadtwerbering und der Bund der Selbstständigen, hatten den ersten Abschnitt finanziert. Auch die Bezahlung der weiteren Schritte sei jetzt geklärt, sagte Reinhard Zerge nach einem Treffen am Dienstag. „Es geht weiter. Und es gibt drei neue Mitglieder. Das Klinikum, der Pflegedienst Brambor und die Firma CSB werden mitarbeiten.“ Die Organisation und Koordination werden neben Zerge Sebastian Gasch von den Stadtwerken und Thomas Mettcher von der Stadtverwaltung übernehmen. Fördermittel, wie sie sich die Akteure erhofft haben, gibt es für das Projekt keine. „Dabei schreien alle, wir müssen etwas für den ländlichen Raum und für die Digitalisierung tun“, sagte Zerge.