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Wirtschaft

Mehr Arbeitslose in Sachsen

Der Anstieg ist relativ gering - und er betrifft im Freistaat eine Altersgruppe besonders. Die Zahl der neuen Kurzarbeit-Anträge ist dagegen zurückgegangen.

Im Juli mussten mehr Sachsen den Weg zum Jobcenter antreten.
Im Juli mussten mehr Sachsen den Weg zum Jobcenter antreten. © dpa-Zentralbild

Chemnitz. Die Corona-Krise und die Sommerzeit haben die Arbeitslosigkeit in Sachsen im Juli leicht steigen lassen - junge Menschen waren davon stärker betroffen. Nach Angaben der Arbeitsagentur vom Donnerstag in Chemnitz waren im Juli 134 318 Menschen ohne Job, das waren 597 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2019 waren es 20 578 oder 18,1 Prozent mehr. Im Sommer steigt die Arbeitslosigkeit üblicherweise an. Die Arbeitslosenquote lag im Juli 2020 wie im Juni bei 6,3 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um einen Prozentpunkt.

Vor allem junge Menschen sind von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. So waren mehr als 12 700 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos, 2400 oder 24 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Das ist der höchste Anstieg unter allen Altersgruppen, wie die Agentur mitteilte. Die jungen Fachkräfte hätten als Berufseinsteiger häufig befristete Verträge und einen geringeren Kündigungsschutz - daher müssten sie meist als Erste gehen, so die Agentur.

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, appellierte an die Unternehmen, die jungen Arbeitnehmer nicht ziehen zu lassen: "Denkt an morgen und haltet an Euren jungen Fachkräften fest."

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Weitere 500 Betriebe in Sachsen meldeten im Juli Kurzarbeit für insgesamt 8000 Beschäftigte an, teilte die Arbeitsagentur weiter mit. Damit sei die Anzahl der neuen Anträge im Verlauf der Corona-Pandemie weiter zurückgegangen. Der Höchststand der neuen Anzeigen sei in den Monaten März und April für insgesamt 48 600 Betriebe und 544 600 Beschäftigte registriert worden.

7238 freie Stellen sind den Angaben nach im Juli von den Unternehmen gemeldet worden. Das waren 419 mehr als im Juni, aber 1679 weniger als im Juli 2019. (dpa)

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