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Arbeitslosenquote leicht gesunken

In der Bau- und Gartenbranche wird frühjahrsbedingt wieder eingestellt: Auch deshalb ist die Arbeitslosenquote in Sachsen leicht gesunken. Bleiben die Aussichten für Arbeitssuchende so positiv?

Chemnitz. Die Winterpause ist beendet, auf dem Arbeitsmarkt macht sich langsam schon die Frühjahrskonjunktur bemerkbar: Die Arbeitslosenquote in Sachsen ist im März gesunken. Sie liegt bei 6,5 Prozent - im Februar waren es 6,7 Prozent und im März des Vorjahres 7,3 Prozent. In diesem März waren in Sachsen 136 720 Arbeitslose gemeldet - im Februar waren es noch 140 683. Eine Verbesserung ist das auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: Damals waren 154 400 Personen ohne Arbeit - nun sind es 11,5 Prozent weniger.

„Der Wirtschaftsmotor brummt wieder. Die Winterpause auf dem Arbeitsmarkt ist beendet und die Frühjahresbelebung setzt langsam ein“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag. Saisonbedingt wird etwa wieder im Hoch- und Tiefbau sowie im Gartenbau eingestellt.

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Im April und Mai wird die Arbeitslosenquote voraussichtlich noch weiter zurückgehen: „Die Frühjahrsbelebung setzt spürbar erst ab April ein“, erklärte Hansen. Das wird sich wohl auch auf den Jahresdurchschnitt der Arbeitslosenquote in Sachsen auswirken: Die Prognosen deuteten darauf hin, dass ein neues Tief im Vergleich zum Vorjahr erreicht wird, erklärte Hansen.

Den Arbeitslosen stehen 38 454 freie bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldete Stellen gegenüber - auch das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 4949. Allein im März haben Betriebe 9515 freie Stellen gemeldet - das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum allerdings ein Rückgang von 474 Stellen. „Das ist aber nach wie vor ein hohes Niveau“, sagte Hansen. Die meisten freien Stellen gab es in der Zeitarbeit (11 217), im Verarbeitenden Gewerbe (5317) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (3552).

Die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft forderte angesichts der der neuen Arbeitslosenzahlen, Firmen bei der Einstellung nicht durch „unnötige Regulierungen“ zu gefährden. So seien befristete Arbeitsverhältnisse ein wichtiges Mittel, damit Unternehmen flexibel auf Schwankungen reagieren können. (dpa)